Hurrikan Erin aktuell:
: Stärke, Kurs, Schäden - Alles zum Wirbelsturm im Atlantik

Ein Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h weht in der Karibik. Wirbelsturm Erin soll später auch in Richtung US-Küste steuern.
Von
Daniel Steiger
Washington
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Hurrikan Erin verstärkt sich zu einem Wirbelsturm der Kategorie 5: HANDOUT - 16.08.2025, ---, Karibik: Der Hurrikan Erin hat sich nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums am Samstag auf seinem Weg über den Atlantik in Richtung Westen zu einem furchterregenden Hurrikan der Kategorie 5 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 160 km/h verstärkt. Es wird nicht erwartet, dass der Hurrikan direkt auf die Vereinigten Staaten trifft, aber er wird dennoch für gefährliche Surfbedingungen an der Ostküste sorgen. Am Nachmittag des 16. August zog Erin nördlich der nördlichen Leeward-Inseln in der Karibik vorbei und war nur noch gut 200 Meilen von San Juan, Puerto Rico, entfernt. Foto: Noaa/ZUMA Press Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

So sieht Hurrikan Erin aus dem Alle aus.

Noaa/ZUMA Press Wire/dpa

Der erste Hurrikan der aktuellen Saison weht kräftig über dem Atlantik. Der Hurrikan namens Erin ist gleich ein Sturm der höchsten Kategorie. Hier gibt es alle Infos.

Wo befindet sich Hurrikan Erin aktuell? Und welchen Kurs nimmt der Sturm?

Hurrikan Erin befindet sich laut der US-Wetterbehörde NOAA aktuell nördlich der Karibikinsel Hispaniola. Am heutigen Montag soll er an der Küste Kubas vorbeiziehen und dann mit einem Schlenker in Richtung Nord/Nordost einen Bogen vor der Ostküste der USA schlagen. Erin bewegt sich laut NOAA aktuell mit einer Geschwindigkeit von knapp 20 Km/h vorwärts.

Wie stark ist Hurrikan Erin?

Die US-Wetterbehörde hat Erin in die höchste Hurrikan-Kategorie 5 eingestuft. Aktuell wehen in dem Hurrikan Winde mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 km/h.

Welche Schäden gibt es durch Erin?

Beim Durchzug des Hurrikans wird mit Starkregen und heftigem Wind gerechnet. Auf dem britischen Überseegebiet Turks- und Caicosinseln wurde Tropensturm-Alarm ausgelöst, für weitere Inselgebiete riet das NHC zu erhöhter Wachsamkeit. Betroffen waren die zwischen Atlantik und Karibik gelegenen Jungferninseln, das US-Außengebiet Puerto Rico und die südöstlichen und zentralen Inseln der Bahamas. Örtlich sei mit Regenmengen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter zu rechnen. Noch gibt es hier keine Berichte über Opfer und Schäden.

Bis hin zur Ostküste der USA wurde laut NHC mit „lebensgefährlicher Brandung und Strömungen“ gerechnet. Meteorologen warnten zudem vor gefährlich hohen Wellen und möglicher Küstenerosion in Bundesstaaten wie North Carolina.

Die ersten Schäden hat Erin noch als Tropensturm im afrikanischen Inselstaat Kap Verde angerichtet. Die dortige Regierung hat aufgrund schwerer Verwüstungen durch den Sturm den Ausnahmezustand verhängt. Mindestens acht Menschen wurden offiziellen Angaben zufolge durch Sturmfluten getötet. Gut 1500 Einwohner seien obdachlos, seitdem „Erin“ auf den Inseln São Vicente, Santo Antão und São Nicolau des Archipels bereits am Montag dieser Woche heftige Überschwemmungen auslöste. Nach Angaben des örtlichen Katastrophenschutzrats fielen am Montag innerhalb von nur fünf Stunden 193 Millimeter Niederschlag. In der Regel fallen laut dem britischen Nationalen Wetterdienst auf dem Archipel im August im Durchschnitt lediglich 15 Millimeter Regen.