Hohes Bußgeld oder Freiheitsstrafe: LKA warnt vor illegalem Feuerwerk

Für ein sicheres Silvester sollten nur geprüfte Feuerwerkskörper verwendet werden.
Roland Weihrauch/dpa-tmn/dpa- Polizei beschlagnahmt mehrfach illegales Feuerwerk vor Silvester.
- LKA Bayern warnt vor Gefahren und hohen Strafen bei Verstößen.
- Über 150 Pakete illegales Feuerwerk europaweit verschickt.
- Bundespolizei findet 74 kg verbotenes Feuerwerk an tschechischer Grenze.
- Hohes Bußgeld bis 50.000 Euro oder Freiheitsstrafe bei Verstößen möglich.
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Kurz vor Silvester hat die Polizei mehrfach verbotenes Feuerwerk sichergestellt. Nach dem Hauptzollamt warnt nun auch das Landeskriminalamt vor den Gefahren und drohenden Strafen.
Mehr als 150 Pakete illegales Feuerwerk habe ein Versandunternehmen europaweit verschickt, wie das Landeskriminalamt Bayern mitteilte. Bei einer Durchsuchung im Landkreis Erding fand die Kriminalpolizei demnach zuletzt bei einem 19-Jährigen Großfeuerwerk der Kategorie 4, für das eine Erlaubnis notwendig sei. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen den jungen Mann wegen illegalen Umgangs und der strafbaren Einfuhr von explosionsgefährlichen Stoffen.
74 Kilo verbotenes Feuerwerk rund um Weihnachten
Bei Kontrollen an der tschechischen Grenze stellte die Bundespolizei Waidhaus nach eigenen Angaben vom 23. Dezember bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag mehr als 74 Kilogramm verbotenes Feuerwerk sicher. Die Bundespolizei habe 16 tatverdächtige Männer angezeigt, sagte ein Sprecher. Außerdem hätten die Beamten mehrere verbotene Waffen und gefährliche Gegenstände sichergestellt.
Das Feuerwerk gehört den Angaben zufolge zu den Kategorien F3 und F4, für die in Deutschland eine Erlaubnis oder Ausbildung nötig seien. Diese Qualifikation habe keiner der 19- bis 50-jährigen Männer gehabt, teilte die Bundespolizei mit.
Die Tatverdächtigen erwarte eine Geldstrafe, zudem müssen sie laut Polizei die Lagerung und Vernichtung des Feuerwerks bezahlen. In den kommenden Tagen rechne die Bundespolizei erfahrungsgemäß mit weiteren Funden, sagte der Sprecher. Im vergangenen Jahr habe die Bundespolizei in Waidhaus und Waldsassen insgesamt knapp eine Tonne verbotener Pyrotechnik sichergestellt.
Hohes Bußgeld oder Freiheitsstrafe
Das LKA Bayern warnte, dass verbotene Pyrotechnik nicht den hiesigen Sicherheitsstandards entspreche und zu lebensgefährlichen Verletzungen führen könne. Feuerwerk der Kategorie 3 und 4 sei im benachbarten Ausland oder Internet oft günstig, in Deutschland jedoch verboten. Bei Verstößen drohten demnach Bußgeld bis zu 50.000 Euro oder Freiheitsstrafen.
