Hohe Spritpreise
: Wie viel Benzin und Diesel darf man aus Frankreich mitbringen?

Steigende Spritpreise in Deutschland sorgen dafür, dass einige Autofahrer zum Tanken ins Ausland fahren. Auch Frankreich kann für Menschen in Grenzregionen eine Alternative sein.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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Iran-Krieg - Treibstoff: dpatopbilder - 09.03.2026, Frankreich, Vélizy-Villacoublay: Ein Tropfen Benzin fällt aus der Zapfpistole einer Tankstelle in Vélizy-Villacoublay, in der Nähe von Paris. Foto: Alain Jocard/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Tropfen Benzin fällt aus der Zapfpistole einer Tankstelle in Vélizy-Villacoublay, in der Nähe von Paris.

Alain Jocard/AFP/dpa

Der Preisunterschied zwischen Deutschland und Frankreich ist derzeit spürbar, wenn auch weniger stark als an einigen anderen Grenzen. In Frankreich kostet ein Liter Diesel etwa 1,70 Euro, Superbenzin rund 1,76 Euro.

In Deutschland liegen die Preise aktuell im Durchschnitt bei rund 1,81 Euro pro Liter Diesel und etwa 1,88 Euro für Superbenzin.

Der Preisvorteil fällt damit zwar kleiner aus als beispielsweise in Osteuropa, kann sich aber dennoch bemerkbar machen. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern ergibt sich ein Unterschied von mehreren Euro.

Die Kraftstoffpreise werden derzeit weltweit von hohen Ölpreisen beeinflusst. Die angespannte Lage im Nahen Osten hat zuletzt für zusätzlichen Druck auf den Ölmarkt gesorgt, was sich auch an den Tankstellen in Europa bemerkbar macht.

Wie viel Kraftstoff darf man aus Frankreich mitbringen?

Innerhalb der Europäischen Union gibt es grundsätzlich keine klassischen Zollgrenzen mehr für Kraftstoff. Dennoch gelten Vorschriften, wie viel Benzin oder Diesel im Fahrzeug transportiert werden darf.

In Deutschland regeln Gefahrgutvorschriften den Transport von Kraftstoff in Privatfahrzeugen. Erlaubt sind:

  • maximal 60 Liter pro Reservebehälter
  • höchstens 240 Liter pro Fahrzeug

Diese Grenzen betreffen die Sicherheit beim Transport.

Was in Frankreich erlaubt ist

Auch die Vorschriften im Land, in dem der Kraftstoff gekauft wird, spielen eine Rolle. In Frankreich dürfen Autofahrer höchstens 10 Liter Kraftstoff in Kanistern mitnehmen.

Wer größere Mengen transportiert, kann bei Kontrollen Probleme bekommen.

Zwar gibt es innerhalb der EU keine klassischen Zollbeschränkungen mehr. Wird jedoch mehr als 20 Liter zusätzlich zum Tank nach Deutschland eingeführt, kann Mineralölsteuer fällig werden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte daher höchstens 10 Liter im Kanister zusätzlich zum vollen Tank mitnehmen.

Lohnt sich Tanken im Ausland?

Ob sich der Weg über die Grenze lohnt, hängt stark von den aktuellen Preisen und der Entfernung zur Tankstelle ab. In einigen Grenzregionen nutzen Autofahrer regelmäßig Tankstellen im Nachbarland, wenn dort Kraftstoff günstiger ist.

Der Preisunterschied zwischen Deutschland und Frankreich fällt derzeit jedoch vergleichsweise moderat aus. Deshalb lohnt sich der Umweg in vielen Fällen nur für Menschen, die ohnehin in Grenznähe wohnen oder regelmäßig über die Grenze fahren.