Hochzeitstag: Deshalb verzichtete Prinzessin Beatrice auf eine große Feier

Das am 19.07.2020 veröffentlichte offizielle Hochzeitsfoto zeigt Prinzessin Beatrice von York und ihren Ehemann Edoardo Mapelli Mozzi nach der Trauung auf dem Gelände von Schloss Windsor.
picture alliance/dpa/PA MediaAm 17. Juli feiern Prinzessin Beatrice und Edoardo Mapelli Mozzi ihren sechsten Hochzeitstag. Ihre Trauung im Jahr 2020 verlief jedoch ganz anders, als es für ein Mitglied der britischen Königsfamilie ursprünglich vorgesehen war. Statt einer großen Feier im Zentrum Londons heiratete das Paar im engsten Familienkreis auf dem Gelände von Schloss Windsor.
Eigentlich sollten sich Prinzessin Beatrice und der britisch-italienische Immobilienunternehmer am 29. Mai 2020 in der Chapel Royal des St James’s Palace das Jawort geben. Anschließend war ein privater Empfang in den Gärten des Buckingham-Palastes geplant, ausgerichtet von Königin Elizabeth II. Öffentliche Gelder sollten für die Feier nicht verwendet werden.
Doch die Ausbreitung des Coronavirus machte diese Pläne zunichte. Angesichts der geltenden Einschränkungen sagte das Paar zunächst den Empfang ab. Besonders ältere Familienmitglieder sollten keinem unnötigen Gesundheitsrisiko ausgesetzt werden. Hinzu kam, dass ein Teil von Edoardo Mapelli Mozzis Familie möglicherweise nicht aus Italien nach Großbritannien hätte reisen können.
Im April 2020 wurde schließlich bestätigt, dass die Hochzeit verschoben werde. Von einer Verlegung an einen anderen Ort oder einer noch größeren Feier war damals ausdrücklich keine Rede. Stattdessen entschieden sich Beatrice und Edoardo einige Monate später für eine überraschend kleine und private Zeremonie.
Nur rund 20 Gäste bei der Trauung

Die britische Prinzessin Beatrice, Enkelin von Königin Elizabeth II., und ihr Ehemann Edoardo Mapelli Mozzi stehen nach ihrer Hochzeit für ein offizielles Bild zusammen.
picture alliance/dpa/Royal Communications of Princess Beatrice and Edoardo Mapelli Mozzi/PA MediaAm 17. Juli 2020 heirateten die beiden in der Royal Chapel of All Saints auf dem Gelände der Royal Lodge in Windsor. Lediglich rund 20 Familienmitglieder und enge Freunde nahmen an der Zeremonie teil. Unter den Gästen waren Königin Elizabeth II. und Prinz Philip, die mittlerweile verstorbenen Großeltern der Braut. Für die Monarchin und ihren Ehemann war es die erste Familienveranstaltung nach dem damaligen Lockdown.
Auch Beatrices Eltern, Andrew Mountbatten-Windsor und Sarah Ferguson, sowie ihre Schwester Prinzessin Eugenie waren anwesend. Eugenie übernahm die Rolle der Trauzeugin. Edoardos Sohn Christopher, der in der Familie Wolfie genannt wird, war zugleich Trauzeuge und Page.
Die Zeremonie musste den zu diesem Zeitpunkt geltenden staatlichen Vorgaben entsprechen. So wurden beispielsweise keine Kirchenlieder gesungen. Stattdessen spielte man ausgewählte Musikstücke. Die Nationalhymne erklang ebenfalls nur instrumental.
Brautkleid aus dem Besitz der Queen

Prinz Philip (l-r) Herzog von Edinburgh, und Königin Elizabeth II. stehen neben dem Brautpaar Prinzessin Beatrice von York und ihrem Ehemann Edoardo Mapelli Mozzi nach der Trauung vor der «Royal Chapel of All Saints» auf dem Gelände von Schloss Windsor. Die Queen-Enkelin hatte die Hochzeit wegen der Coronavirus-Pandemie verschieben müssen.
picture alliance/dpa/PA MediaTrotz des kleinen Rahmens setzte Beatrice bei ihrem Brautkleid auf königliche Tradition. Sie trug ein elfenbeinfarbenes Vintage-Kleid des britischen Designers Norman Hartnell, das zuvor ihrer Großmutter, Königin Elizabeth II., gehört hatte. Für die Hochzeit wurde es von Angela Kelly und Stewart Parvin angepasst.
Auch der Kopfschmuck hatte eine besondere Familiengeschichte. Beatrice trug die Queen Mary Fringe Tiara, mit der bereits Elizabeth II. bei ihrer eigenen Hochzeit im Jahr 1947 ihren Schleier befestigt hatte.
Auf einen vollkommen neuen Look verzichtete die Prinzessin ebenfalls: Ihre champagnerfarbenen Valentino-Schuhe hatte sie bereits 2011 bei der Hochzeit ihres Cousins getragen.
Nach der Trauung wurde Beatrices Brautstrauß am Grab des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey niedergelegt. Damit folgte sie einer Tradition, die einst von der späteren Queen Mum begründet worden war.
Private Feier statt Palastempfang

Das offizielle Hochzeitsfoto zeigt Prinzessin Beatrice von York und ihren Ehemann Edoardo Mapelli Mozzi nach der Trauung vor der «Royal Chapel of All Saints» auf dem Gelände von Schloss Windsor.
picture alliance/dpa/PA MediaIm Anschluss an die Trauung fand eine kleine Feier an der Royal Lodge statt, dem damaligen offiziellen Wohnsitz von Beatrices Vater. Berichten zufolge waren dazu nur 14 Freunde des Paares eingeladen.
Für die Gäste wurde draußen ein Zelt mit Sofas, Musikbox, Dartscheibe und frisch gezapftem Bier aufgebaut. Einige von ihnen sollen die Nacht in sogenannten Glamping-Unterkünften auf dem Gelände verbracht haben.
Die Hochzeit fiel damit deutlich kleiner aus als zunächst geplant. Der Verzicht auf den Empfang am Buckingham-Palast und eine umfangreiche Gästeliste war jedoch keine bewusste Abkehr von königlichen Hochzeiten. Vor allem die Corona-Pandemie, die Sorge um ältere Angehörige und die damaligen Reisebeschränkungen zwangen Beatrice und Edoardo dazu, ihre ursprünglichen Pläne vollständig zu ändern.
Aus der Not entstand schließlich eine der privatesten Hochzeiten der jüngeren britischen Royal-Geschichte.
