Hochwasser in Deutschland
: Talsperren voll und Deiche brüchig – Hochwasserlage bleibt angespannt

Der tagelange Regen hat vielerorts Folgen: Viele Menschen mussten ausgerechnet an den Weihnachtstagen raus aus ihrem Heim. Betroffen sind vor allem Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen.
Von
dpa
Berlin
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  • Zwei Autos stehen in der überfluteten Ortschaft Windehausen. Die Hochwasserlage bleibt in Nordthüringen weiter angespannt.

    Zwei Autos stehen in der überfluteten Ortschaft Windehausen. Die Hochwasserlage bleibt in Nordthüringen weiter angespannt.

    Stefan Rampfel/dpa
  • Anwohner verlassen die überflutete Ortschaft Windehausen.

    Anwohner verlassen die überflutete Ortschaft Windehausen.

    Stefan Rampfel/dpa
  • Ein Auto fährt über eine überflutete Landstraße zwischen Sarstedt und Ruthe im Landkreis Hildesheim. Die Flüsse Innerste und Leine sind wegen des Hochwassers bei Sarstedt über die Ufer getreten.

    Ein Auto fährt über eine überflutete Landstraße zwischen Sarstedt und Ruthe im Landkreis Hildesheim. Die Flüsse Innerste und Leine sind wegen des Hochwassers bei Sarstedt über die Ufer getreten.

    Julian Stratenschulte/dpa
  • Hochwasser umfließt die Ortschaft Ruthe im Landkreis Hildesheim. Der Fluss Innerste mündet hier in den Fluss Leine und sorgt hier für eine besonders angespannte Hochwassersituation.

    Hochwasser umfließt die Ortschaft Ruthe im Landkreis Hildesheim. Der Fluss Innerste mündet hier in den Fluss Leine und sorgt hier für eine besonders angespannte Hochwassersituation.

    Julian Stratenschulte/dpa
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Hunderte Menschen mussten an den Weihnachtsfeiertagen wegen Hochwasser ihr Heim verlassen – anschwellende Wasserläufe und übervolle Talsperren könnten weitere zur Flucht zwingen. Die Lage bleibe auch in den nächsten Tagen angespannt, hatte es am Dienstag unter anderem von Behörden aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geheißen. Etwas Hoffnung bieten die Wetteraussichten: Am Mittwoch (27.12.2023) soll es nach Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Nordwesten etwas Regen geben, sonst trocken mit teils größeren Auflockerungen bleiben.

Nach tagelangem Dauerregen hatte sich die Hochwasserlage in vielen Regionen Deutschlands an den Feiertagen zugespitzt. In Sachsen-Anhalt waren die etwa 180 Bewohner der Ortschaft Thürungen am Dienstag aufgefordert worden, sich wegen drohender Überschwemmungen am Stausee Kelbra und an der Helme in Sicherheit zu bringen. In anderen Orten der Region sollten sich die Einwohner auf mögliche Evakuierungen vorbereiten. Das Ausmaß möglicher Überschwemmungen sei schwer absehbar, hieß es von einer Sprecherin des Landkreises Mansfeld-Südharz.

Flüsse traten über die Ufer

Auch im niedersächsischen Rinteln und im thüringischen Windehausen mussten hunderte Menschen an Weihnachtsfeiertagen hochwasserbedingt ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Wie hier verwandelten ebenso in anderen Bundesländern über die Ufer tretende Flüsse die Umgebung in großflächige Wasserlandschaften.

Im thüringischen Windehausen habe sich die Lage am Dienstag aber deutlich entspannt, teilte ein Sprecher der Polizei am frühen Mittwochmorgen mit. Die Pegelstände seien in Thüringen größtenteils zurückgegangen. In Northeim in Südniedersachsen und Uplengen im Kreis Leer brachen aufgeweichte Dämme. Helfer waren im Dauereinsatz, um die angeschlagenen Bollwerke mit Sandsäcken zu sichern.

An der Elbe steigen die Pegel noch

Während sich die Situation mit den nachlassenden Regenfällen regional zu entspannen begann, stand anderen Gebieten die kritischste Lage erst noch bevor. So wurden an der Elbe die höchsten Wasserstände einer Hochwasserwelle erst ab Mittwoch erwartet. Diese gehe auf die Schneeschmelze und starke Niederschläge im Riesengebirge zurück, hieß es.