„Hoch riskant“
: Sicherheitslücke bei WhatsApp - diese Handys sind betroffen

Hacker nutzen eine Sicherheitslücke, um über WhatsApp Spyware auf Handys zu schleusen. Welche Geräte betroffen sind und wie man sich vor dem Cyberangriff schützt,
Von
Nicole Züge
Berlin
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Das WhatsApp-Logo auf einem Smartphone: ILLUSTRATION - Gruppencheck vor dem Chat: Neue Übersicht soll vor Betrugsversuchen im WhatsApp-Messenger schützen. (zu dpa: «Whatsapp baut Warnung bei Gruppenchat-Einladungen aus») Foto: Nico Tapia/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Hacker nutzen eine Schwachstelle bei WhatsApp aus, um auf bestimmte Handys und anderen Endgeräte Spyware zu schleusen. So können Betroffene sich schützen.

Nico Tapia/dpa

Wer den Messengerdienst WhatsApp auf einem Handy nutzt, muss dringend aktiv werden. Kürzlich wurde eine schwere Sicherheitslücke im Zusammenhang mit dem Nachrichtendienst entdeckt.

Schwere Sicherheitslücke bei WhatsApp

Beim Messengerdienst WhatsApp wurde eine schwere Sicherheitslücke festgestellt, die Cyberkriminelle bereits aktiv ausgenutzt haben. Den Hackern ist es möglich, durch die Sicherheitslücke eine Schadsoftware auf das Mobiltelefon zu laden.

„The Hacker News“ meldet, dass es sich um eine Zero-Click-Sicherheitslücke handelt. Die Lücke trägt demnach die Kennung CVE-2025-55177 und kann über das reine Empfangen von Bildern Spyware auf die betroffenen Endgerät einschleusen.

Die Angreifer verschicken manipulierte Bilder, über die Schadsoftware auf das Handy geschleust wird. Dabei sind die Hacker bei diesem Sicherheitsproblem nicht darauf angewiesen, dass ihre potenziellen Opfer aktiv einen Link anklicken oder etwas herunterladen. Allein die Vorschau des Bildes genügt, um das Gerät zu infizieren. Somit bleibt der Angriff zunächst oft unbemerkt.

Diese Handys sind betroffen

Betroffen sind die meisten Samsung-Handys, da die Sicherheitslücke auf Geräten aktiv ist, die unter Android 13 bis 16 laufen. Auch Nutzerinnen und Nutzer von iOS- und macOS-Geräten sind betroffen.

So schließen Betroffene die Sicherheitslücke

Samsung hat bereits gehandelt und ein Update veröffentlicht, das die Sicherheitslücke schließt. Um dieses Update zu erhalten, sollten Samsung-Nutzerinnen und Nutzer auf ihrem Samsung Galaxy so schnell wie möglich prüfen, ob das Sicherheitsupdate für den Monat September bereits zum Download bereitsteht.

Ob das der Fall ist, erkennen User in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Software-Update“. Sobald hier das September-Update auftaucht, sollte es sofort heruntergeladen und installiert werden.

Apple hat die iOS-Version 18.6.2 veröffentlicht, um das Problem zu beheben. Auch diese sollte sofort heruntergeladen werden, wenn sie zur Verfügung steht.