Hitzewelle in Italien
: Regierung verhängt Alarmstufe Rot in 27 Großstädten

In den Städten staut sich die Hitze, Flüsse und Seen haben Niedrigwasser: Italien schwitzt. Die Regierung verhängt Alarmstufe Rot. Und die nächsten Tage soll es kaum Entspannung geben.
Von
red/dpa
Rom
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Touristen besuchen die italienischen Städte trotz der hohen Temperaturen.

Aleandro Biagianti / Agf/AGF via ZUMA Press/dpa
  • Italien ruft in 27 Großstädten die Alarmstufe Rot aus – akute Gesundheitsgefahr.
  • Betroffen sind Städte von Bozen bis Palermo; vielerorts werden über 35 Grad erwartet.
  • In Florenz und Rom rechnen Meteorologen mit Spitzenwerten von mehr als 40 Grad.
  • Flüsse und Seen führen Niedrigwasser: Po sinkt, Lago Maggiore nahe historischem Tiefstand.
  • Die Hitzewelle dauert laut Vorhersagen bis Mitte August, im Norden kühlt es am Freitag etwas ab.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen einer anhaltenden Hitzewelle gilt jetzt in Italien in allen 27 Großstädten, die unter Beobachtung des Gesundheitsministeriums stehen, die höchste Warnstufe für Hitzealarm. Alarmstufe Rot wird von der Regierung in Rom erlassen, wenn es extreme Hitze verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit gibt. Das bedeutet akute Gesundheitsgefahren nicht nur für ältere Menschen und andere Risikogruppen, sondern auch für Gesunde und sportlich Aktive. 

Die höchste Alarmstufe Rot gilt nun von Nord bis Süd, von Bozen in Südtirol bis Palermo auf der Mittelmeerinsel Sizilien. Vielerorts werden am Donnerstag Temperaturen von mehr als 35 Grad erwartet. Für Städte wie Florenz in der Toskana und die Hauptstadt Rom, die auch von vielen Touristen besucht werden, stellen Meteorologen Spitzenwerte von mehr als 40 Grad in Aussicht. An Trinkwasserbrunnen bilden sich dort lange Schlangen.

Lago Maggiore vor historischem Tiefststand 

Die anhaltende Hitze und Trockenheit hat auch Auswirkungen auf Italiens Flüsse und Seen. Am längsten Fluss Italiens, dem Po, messen Behörden an sämtlichen Stationen deutlich niedrigere Wasserstände als sonst um diese Jahreszeit. Der Lago Maggiore in Oberitalien, nach dem Gardasee Italiens zweitgrößter See, nähert sich nach Medienberichten einem historischen Tiefststand. Im nördlichen Teil der Adria wiederum wurden für das Mittelmeer Temperaturen von mehr als 30 Grad gemessen.

Die Hitzewelle wird nach Vorhersagen bis Mitte August dauern. Am Freitag soll es aber zumindest im Norden mit den Temperaturen etwas nach unten gehen. Nach den Messungen des Gesundheitsministeriums wird Bozen dann von der Liste der Städte mit Alarmstufe Rot gestrichen, so dass 26 Städte übrig bleiben. Zudem sind in Südtirol Hitzegewitter möglich.