Hitzewelle in Italien: Fremdenführerin bricht im Kolosseum zusammen und stirbt – Lag es an der Hitze?

Menschen benutzen bei heißem Wetter Regenschirme, um sich vor der Sonne zu schützen, während sie am Kolosseum vorbeigehen. (zu dpa: «Zu heiß? Fremdenführerin stirbt im Kolosseum»)
Andrew Medichini/AP/dpa- Roms Kolosseum: 60-jährige Fremdenführerin stirbt nach Zusammenbruch während einer Tour.
- Frau fühlte sich unwohl, Temperaturen in Rom lagen bei über 30 Grad, Hitze im Kolosseum enorm.
- Wiederbelebungsversuche scheiterten, Notarzt konnte nur den Tod feststellen.
- Kollegen kritisieren extreme Arbeitsbedingungen und Hitze – „Übertourismus bringt uns um.“
- Kolosseum bleibt eine der meistbesuchten Attraktionen Italiens mit 14,7 Mio. Gästen 2022.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Drama im Kolosseum: Bei einer Tour durch das fast zwei Jahrtausende alte Wahrzeichen von Rom ist eine 60 Jahre alte Fremdenführerin inmitten ihrer Gruppe zusammengebrochen und gestorben. Die Italienerin konnte auch durch die Wiederbelebungsversuche mehrerer Touristen nicht mehr gerettet werden. Die staatliche Verwaltung des Kolosseums bestätigte den Fall.
Der Tod der Frau wurde durch eine Mitteilung anderer Fremdenführer publik, die gewerkschaftlich organisiert sind. Demnach brach die Frau am Dienstagabend gegen 17.30 Uhr zusammen, als sie gerade mit einer Gruppe von etwa 25 Touristen im ersten Stock des antiken Amphitheaters unterwegs war. Beim Eintreffen des Krankenwagens war sie bereits tot. Das Kolosseum gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien. Vergangenes Jahr wurden 14,7 Millionen zahlende Besucher registriert.
Kollegen klagen: „Der Übertourismus bringt uns um“
Nach Angaben von Kollegen hatte sich die 60-Jährige, die seit 2017 über eine Lizenz als Fremdenführerin verfügte, zuvor schon unwohl gefühlt. Zum Zeitpunkt des Unglücks lagen die Temperaturen in Rom immer noch bei mehr als 30 Grad. Im Kolosseum, das im ersten Jahrhundert nach Christus als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe und andere Spektakel erbaut wurde, staut sich zudem häufig die Hitze.
Mehrere andere Führer machten die Arbeitsbedingungen für den Tod ihrer Kollegin mitverantwortlich. Die Italienerin Paola Salvatori klagte in der Zeitung „La Repubblica“: „Es ist unmöglich, unter den Bedingungen zu arbeiten, zu denen wir jeden Tag gezwungen werden. „Der Übertourismus bringt uns um.“ Andere italienische Medien zitierten Kollegen mit den Worten: „Sie musste bei hohen Temperaturen arbeiten. Sie ist an der Hitze gestorben.“
