Am Samstag heizte trockene, subtropische Luft aus Nordafrika den Menschen im Südwesten ganz schön ein, überall in Baden-Württemberg genossen viele Menschen bei hochsommerlichen Temperaturen einen strahlenden Sonnentag.
  • Nach Angaben der Polizeipräsidien im Südwesten blieb es weitgehend friedlich - meist hatten die Beamten es mit Ruhestörungen zu tun - viele genossen die tropische Nacht bei Feiern und Partys im Freien.
  • Es gab auch einen beachtlichen Hitzerekord. Wo stieg das Thermometer am höchsten in BW, und wie geht es am Sonntag weiter?
  • Sicher ist: Die Menschen im Südwesten sind gut beraten, sich auch heute gegen die Hitze zu schützen.
  • Und: In einigen Regionen warnt der Deutsche Wetterdienst bereits vor Gewittern mit Hagel und Starkregen.

Hitze: Rekord in Baden-Württemberg bei 37,1 Grad Celsius

Die Hitzekrone geht an Waghäusel im Landkreis Karlsruhe, der Ort war am Samstag neben Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz der heißeste Ort Deutschlands gewesen. Mit den an der Station Waghäusel-Kirrlach am Oberrhein gemessenen 37,1 Grad ist der 18. Juni auch der bislang heißeste Tag des Jahres gewesen, berichten die Meteorologen.
Um einen absoluten Junirekord handelt es sich aber weder für Deutschland noch für Baden-Württemberg: Die bislang höchste gemessene Temperatur in einem Juni in Baden-Württemberg war mit 38,9 Grad am 30. Juni 2019 in Mannheim.

Tödlicher Badeunfall in Stuttgart

Das schöne Wetter hat auch seine traurigen Seiten: Bei einem Badeunfall im Stuttgarter Neckar ist ein Mann gestorben. Der 50-Jährige wurde am Samstagnachmittag nach einer halben Stunde aus dem Wasser geborgen und starb nach einer erfolglosen Reanimation im Krankenhaus, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach Zeugenaussagen hatte er sich mit einem Bekannten in der Nähe der Wilhelmsbrücke getroffen, um Alkohol zu trinken und war unvermittelt in den Neckar gesprungen.

So wird das Wetter am Sonntag, 20.06.2022

Und wie wird es am Sonntag? Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach sagt für Baden-Württemberg einen weiteren heißen Tag voraus, es könnte noch heißer werden. Erst am Montag kühlt es deutlich ab. Dort heißt es: „Mit südwestlicher Strömung fließt heiße und zunächst noch trockene subtropische Luft nordafrikanischen Ursprungs nach Baden-Württemberg. Zum Montag jedoch nähert sich von Nordwesten eine Kaltfront.
Der DWD kündigt für Sonntag tagsüber verbreitet starke, im Rheintal teilweise extreme Wärmebelastung voraus. Dazu herrsche verbreitet eine ungewohnt hohe UV-Strahlung - also sollten die Menschen auf Sonnenschutz achten.
Verbunden mit der Hitze und der Trockenheit gelten Warnungen, im Wald Feuer zu machen. Der DWD gibt die Waldbrandgefahr im Südwesten als hoch bis sehr hoch an.

Wetterbericht: Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich

Und es kann am Sonntag und in der Nacht zu Montag auch ungemütlich werden: Laut DWD sind am Sonntagnachmittag und am Abend bend einzelne Gewitter mit heftigem Starkregen bis 35 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen um 80 km/h sowie kleinkörniger Hagel nicht ausgeschlossen. Die Schwerpunkte für Gewitter:
  • Südschwarzwald,
  • Schwäbische Alb,
  • Oberschwaben.
In der Nacht zum Montag steigt ganz im Norden das Gewitterrisiko, dann droht vor allem teils „Heftiger Starkregen“, warnen die Wetterdienstler.