Hitze in Deutschland
: Produktion von Klimageräten erreicht Rekordwert

Das Statistische Bundesamt hat am 12. August neue Zahlen zur Herstellung von Klimageräten in Deutschland veröffentlicht. Die Produktion ist demnach auf dem höchsten Stand seit Jahren.
Von
David Hahn
Berlin
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Klimaanlage: ARCHIV - 06.08.2025, Berlin: Eine Person reguliert mithilfe einer Fernbedienung die Temperatur einer Klimaanlage auf 24 Grad Celsius im Showroom der Firma Berliner Klima Klimaanlagen Technik und Service. Bei Hitzewellen rücken Klimaanlagen auch in Deutschland zunehmend in den Fokus. Global gesehen sind solche Geräte seit Jahrzehnten auf dem Vormarsch. (zu dpa: «Mehr Klimaanlagen gebaut und importiert») Foto: Paul Zinken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bei Hitzewellen rücken Klimaanlagen auch in Deutschland zunehmend in den Fokus. Global gesehen sind solche Geräte laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) seit Jahrzehnten auf dem Vormarsch.

Paul Zinken/dpa

Das Angebot von in Deutschland produzierten Klimaanlagen ist hierzulande massiv angestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) legte die Produktion von Klimageräten in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren, von 181.000 Stück im Jahr 2019 auf rund 317.000 Geräte im Jahr 2024, um 75,1 % zu. Damit wurde der höchste Stand seit mindestens fünf Jahren erreicht.

Klimaanlagen und Co.: Milliardengeschäft mit kühler Luft

Parallel zum Produktionsboom kletterte auch der Produktionswert deutlich und erreichte 2024 1,5 Milliarden Euro, ein Plus von 34,4 % gegenüber 2019. Doch nicht nur die heimische Produktion legt zu: Auch die Importe steigen kräftig. Zwischen 2019 und 2024 wuchs ihr Wert um 48,2 % auf 949 Millionen Euro. Hauptlieferant ist Italien mit einem Marktanteil von 25 % (237 Mio. Euro), gefolgt von China (13,7 %, 130 Mio. Euro) und Schweden (10,4 %, 98 Mio. Euro).

Exporte leicht rückläufig

Den bisher höchsten Wert erreichten die Importe von Klimageräten im Jahr 2023 mit 957 Millionen Euro. Während Produktion und Importe zulegen, zeigt sich bei den Exporten ein leicht anderes Bild: Mit 713 Millionen Euro lagen sie 2024 2,8 % unter dem Wert von 2019.