Hilfsorganisationen schlagen Alarm: Hungerkrise im Gazastreifen droht zu eskalieren

Während Israels Angriffe auf den Gazastreifen unvermindert andauern, verschärft sich die humanitäre Krise in der Region weiter.
Omar Ashtawy/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa- Hilfsorganisationen warnen vor eskalierender Hungerkrise im Gazastreifen – humanitäre Katastrophe droht.
- UN fordert Waffenruhe, offene Grenzen und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe.
- Über 1000 Menschen starben seit Mai bei Versuchen, an Nahrungsmittelhilfen zu gelangen.
- WFP: Ein Drittel der Bevölkerung isst tagelang nichts – Lage verschärft sich dramatisch.
- US-Sondergesandter berät mit Verbündeten über Lösungen, mögliche Nahostreise geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr als 100 internationale Hilfsorganisationen haben eindringlich vor einer drohenden Hungersnot im Gazastreifen gewarnt. In einer gemeinsamen Erklärung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, mahnen sie eine sofortige politische Lösung an. „Unsere Mitarbeitenden und die Menschen, die wir versorgen, sterben langsam“, heißt es in dem Aufruf, den unter anderem Ärzte ohne Grenzen, Oxfam und Save the Children unterzeichnet haben.
Die Unterzeichner fordern unverzügliche Verhandlungen über eine Waffenruhe, die Öffnung sämtlicher Grenzübergänge sowie einen uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfe – koordiniert über die Vereinten Nationen.
Die Lage in dem dicht besiedelten Küstenstreifen spitzt sich dramatisch zu. Nach Angaben der UN wurden seit Ende Mai mehr als 1000 Palästinenser getötet – während sie versuchten, Nahrungsmittel zu erreichen, die von der Hilfsorganisation GHF verteilt werden. Die GHF (Gaza Humanitarian Foundation) agiert mit Unterstützung der USA und Israels.
Ein Drittel der Bevölkerung ist tagelang nichts
Ross Smith, Direktor für Notfallvorsorge und -einsatz beim Welternährungsprogramm (WFP) äußerte sich während einer virtuellen Pressekonferenz besorgt und warnte vor einer dramatischen Verschärfung der Hungerkrise im Gazastreifen: „Die Hungerkrise in Gaza hat sicherlich neue und erschütternde Ausmaße erreicht. Ein Drittel der Bevölkerung isst mehrere Tage in Folge nichts.“
Angesichts der sich verschärfenden humanitären Katastrophe wächst der internationale Druck auf die israelische Regierung. Auch Washington reagiert: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff soll in dieser Woche zunächst nach Europa reisen, um mit Verbündeten die Lage zu beraten. Im Anschluss könnte eine Weiterreise in den Nahen Osten folgen.
Mit Material von AFP.


