Herbstblues
: 10 Tipps gegen Müdigkeit und Stimmungstiefs im Herbst

Mit diesen Tipps kann der Herbstblues vertrieben und der Herbst und Winter mit mehr Energie und positiver Stimmung genossen werden.
Von
David Hahn
Berlin
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Der Herbst verlockt dazu, die Vorhänge zu schließen und sich bis zum nächsten Frühling in den Winterschlaf zu verabschieden. Unter Umständen kann allerdings für das eigene Wohl das Gegenteil von Vorteil sein. 10 Tipps, um die Lebensqualität im Herbst zu steigern.

Sebastian Kahnert/dpa

Die Tage werden kürzer und das Wetter trüber. Der Herbst ist da. Zum einen mag das die Lust auf Filmabende, heiße Schokolade und Herbstspaziergänge aufkommen lassen. Für viele bedeutet der Herbst jedoch auch einen Anstieg von Müdigkeit und Stimmungsschwankungen, was oft als Herbstblues bezeichnet wird. Wie kann dieser vertrieben und die dunkleren Tage mit positiver Energie gefüllt werden? 10 Tipps, um das Wohlbefinden zu steigern und den Herbst schöner zu machen:

1. Tageslicht nutzen:

Die kürzeren Tage bedeuten weniger Sonnenlicht, was sich negativ auf das Wohlbefinden und die Energie auswirken kann. Deshalb kann es ein Stimmungsaufheller sein, so viel Tageslicht wie möglich zu tanken. Besonders nach dem Aufwachen hilft es, sich direkt Tageslicht zuzuwenden. Das Öffnen der Vorhänge oder Spaziergänge im Freien kann dazu beitragen, die Produktion von Glückshormonen zu fördern und Müdigkeit zu reduzieren.

2. Gesunde Ernährung:

Eine ausgewogene Ernährung ist das Fundament für Wohlbefinden und Energie. Eine vielfältige Kost mit reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukten hilft den Körper mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen. Ein übermäßiger Konsum von Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln kann hingegen Blutzuckerschwankungen verursachen und die Müdigkeit verstärken.

3. Bewegung und Sport:

Ob ein Marathonlauf oder Tanzen in der Küche: Regelmäßige körperliche Aktivität ist ein natürlicher Stimmungsaufheller. Solange man sich nicht unter– oder überfordert, setzt Sport Endorphine frei, welche die Stimmung heben und Erschöpfung vertreiben können. Nach einem ausgiebigen Training kann es sein, dass man sich zunächst erschöpft fühlt und auch am nächsten Tag noch regeneriert. Auf lange Sicht steigert sich jedoch die Fitness und das Wohlbefinden.

4. Schlafqualität steigern:

Guter Schlaf ist entscheidend, um gegen Müdigkeit anzukommen. Wichtig ist dabei, einen regelmäßigen Schlaf–Wach–Rhythmus einzuhalten und zu ähnlichen Zeiten ins Bett zu gehen, sowie aufzuwachen. Vermieden werden sollten das Handy vor dem Schlafen gehen und direkt nach dem Aufwachen. Um mit einem freien Kopf schlafen zu gehen, können Entspannungsübungen helfen oder sich keinen Nachrichten mehr zuzuwenden. Stattdessen hilft es, sich eine angenehme Schlafumgebung zu schaffen, die Dunkelheit und Ruhe fördert.

5. Stress reduzieren:

Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung können helfen, um Stress abzubauen und Gelassenheit zu fördern. Zum einen kann es helfen, sich auszuruhen und abzuschalten. Zum anderen mag es unter Umständen auch mehr helfen, aktiv zu werden, Hobbys und Interessen nachzugehen oder Sport zu machen.

6. Soziale Kontakte pflegen:

Gemeinsame Aktivitäten und Gespräche mit Freunden und Familie können dazu beitragen, soziale Isolation zu verhindern und die Stimmung zu heben. Manchmal mag es guttun, sich etwas zurückzuziehen, zur Ruhe zu kommen und Energie zu tanken. Doch auch wenn man sich im Herbst am liebsten einkuscheln möchte, kann es den Herbstblues zusätzlich verstärken, wenn man soziale Aktivitäten und Kontakte insgesamt zurückfährt.

7. Hobbys und Interessen:

Sich Hobbys und Interessen zuzuwenden, die Freude bereiten, steigert selbstverständlich ebenfalls das Wohlbefinden. Warum nicht etwas Neues ausprobieren oder dem Instrument zuwenden, das seit ein paar Jahren nur noch herumsteht? Oder sich für einen Sprachkurs anmelden und formulierten Zielen für das Nebenprojekt nachgehen? Vom Stricken eines Pullovers bis hin zum Wiedersehen des Skateparks gibt es an dieser Stelle viele Möglichkeiten.

9. Vitamin D–Supplementierung (bei Bedarf):

Insbesondere bei geringer Sonneneinstrahlung wird oft ein Vitamin–D-Mangel mit Herbstblues in Verbindung gebracht. Dabei sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, um herauszufinden, ob eine Supplementierung notwendig ist.

10. Mehr als (nur) Herbstblues: Professionelle Hilfe

Mit den fallenden Temperaturen ist der Körper im Herbst vor Veränderungen gestellt. Eine aufkommende Müdigkeit kann dabei völlig normal sein. Falls der Herbstblues die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt oder generell ein starker Leidensdruck besteht, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Ein Therapeut oder Psychiater kann dafür die richtige Anlaufstelle sein. Müdigkeit kann aber auch ein Zeichen für Vitaminmangel, andere Mangelerscheinungen oder Krankheiten darstellen. Sollten weitere körperliche Symptome auftreten, kann es wichtig sein, einen Arzt aufzusuchen.