Nach dem Hauseinsturz im sauerländischen Hemer werden laut Feuerwehr keine weiteren Menschen mehr unter den Trümmern vermutet. „Nach dem jetzigen Ermittlungsstand gehen wir davon aus, dass keine Personen mehr unter den Trümmern liegen“, sagte Feuerwehrsprecher Andreas Schulte am Samstag.

Tote Frau am Morgen geborgen

Am Samstagmorgen gegen 9 Uhr hätten die Einsatzkräfte eine Frau nur noch leblos aus dem völlig zerstörten Wohnhaus bergen können. Zuvor waren gegen 3 Uhr und 3.45 Uhr ein schwer verletzter Mann und eine schwer verletzte Frau gerettet worden. Beide hätten sich in Lebensgefahr befunden und seien ins Krankenhaus gekommen, so Schulte.
„Wir sind erstmal froh, dass wir zwei Menschen retten konnten“, erklärte der Feuerwehrsprecher weiter. Die Unglücksstelle sei inzwischen an die Kriminalpolizei für die weiteren Ermittlungen übergeben worden. „Wir unterstützen noch weiter mit unserem Personal“, sagte Schulte.
Mehrfamilienhaus im Sauerland (NRW) stürzt komplett ein

Explosion in Hemer Mehrfamilienhaus im Sauerland (NRW) stürzt komplett ein

Bereits am Freitagabend waren zwei Verletzte geborgen worden. Eines der Opfer befand sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, die andere Person war den Angaben zufolge nur leicht verletzt worden. Drei der insgesamt acht Hausbewohner seien zum Zeitpunkt des Einsturzes wohl nicht zu Hause gewesen, hieß es.

NRW-Innenminister besucht Unglücksstelle

Am späten Vormittag wurden NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sowie der Landrat des Märkischen Kreises, Marco Voge (CDU), und Hemers Bürgermeister Christian Schweitzer (CDU) an der Unglücksstelle in Hemer erwartet, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und den mehr als 300 Rettungskräften von Feuerwehr, Polizei, THW und Rotem Kreuz zu danken. „Mehr als 300 Rettungskräfte haben bisher alles gegeben und unsere größte Anerkennung verdient“, schrieb Bürgermeister Schweitzer auf seiner Facebook-Seite.
Eine Explosion hat im sauerländischen Hemer am Freitagabend für Bilder völliger Verwüstung gesorgt. Polizei und Feuerwehr gehen von einer Gasexplosion aus. Die genaue Ursache war aber zunächst noch unklar. Bis zu dem tragischen Fund konnten sechs Menschen verletzt aus den Trümmern geborgen werden.

Ungekannte Ausmaße der Explosion

Für die Feuerwehr galt es, vorsichtig, aber auch schnell zu den Verschütteten vorzustoßen. „Wir haben uns ganz behutsam vorgearbeitet, sodass wir sie ansprechen konnten und berühren konnten“, sagte Schulte. „Teilweise kopfüber“, fügte er hinzu. „Das war mühsame Arbeit.“