Heizsaison
: So oft und lange sollte man im Winter lüften

Lüften im Winter macht keinen Spaß. Trotzdem ist es zur Schimmelvermeidung notwendig. So lange sollte man die Fenster öffnen.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Frau öffnet zum Lüften ein Fenster: Rund ums Lüften und Heizen gibt es viele Mythen. (zu dpa: «Kipp und Co.: Diese drei Lüftefehler sollten Sie vermeiden») Foto: Christin Klose/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Man sollte auch im Winter mehrmals am Tag lüften.

Christin Klose/dpa-mag/dpa

Lüften ist nicht nur notwendig, um die „verbrauchte“ Luft gegen frische auszutauschen, sondern auch, um Schimmel zu vermeiden. Neben der Frage, wie oft man lüften sollte, ist auch die Dauer wichtig. Diese Empfehlungen geben Behörden.

Mindestens 5 Minuten lüften

Das Umweltbundesamt empfiehlt, im Winter mindestens 5 Minuten zu lüften. Dabei sollten alle Fenster geöffnet werden, um für einen Durchzug zu sorgen. So wird die Luft am effektivsten und schnellsten ausgetauscht. Die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen, ist keine gute Idee. Das Umweltbundesamt warnt, dass es dadurch an den Randbereichen der Fenster zu Kondenswasser kommen kann. Dieses wiederum begünstigt Schimmelbildung.

Und wie oft sollte man lüften?

Hier rät das Umweltbundesamt, mindestens zwei- bis dreimal am Tag ordentlich stoßzulüften. Dies gilt als das absolute Minimum. Je nach Raum, Umstand und Luftfeuchtigkeit kann es aber notwendig sein, öfter zu lüften. Im Schlafzimmer sollte zum Beispiel direkt morgens gründlich gelüftet werden, um die verbrauchte und feuchte Luft nach draußen zu befördern. Auch in der Küche sollte während oder nach dem Kochen gelüftet werden, da auch hier sehr viel Feuchtigkeit in die Luft gelangt. Häufigeres Lüften ist auch dann sinnvoll, wenn in einem Raum Wäsche getrocknet wird. Einen guten Anhaltspunkt liefern hier Hygrometer. Diese Geräte messen neben der Raumtemperatur auch die Luftfeuchtigkeit. Diese sollte im Winter laut Umweltbundesamt unter 50 Prozent liegen. Zeigt das Hygrometer einen Anstieg an, kann man durch Lüften und Heizen gegensteuern.

Welche Raumtemperatur wird empfohlen?

Neben regelmäßigem Lüften spielt auch die richtige Raumtemperatur eine Rolle, um Schimmel zu vermeiden. Wohnräume sollten in der Regel auf etwa 20 Grad Celsius beheizt werden, Schlafzimmer können etwas kühler sein (rund 16 bis 18 Grad). Im Bad werden bis zu 22 Grad empfohlen. Wichtig ist, dass Räume nicht auskühlen: Auch in wenig genutzten Zimmern sollte die Temperatur dauerhaft bei mindestens 15 bis 16 Grad liegen.