Heizölpreise aktuell
: Versorgungskrise droht - Krieg im Iran lässt Preise abheben

Die Heizölpreise haben in diesem Jahr bereits eine echte Berg- und Talfahrt hinter sich. Wie entwickeln sich die Preise für Heizöl weiter? Sollte man jetzt Heizöl kaufen oder abwarten? Experten haben da eine klare Meinung.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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ARCHIV - 09.11.2021, Schleswig-Holstein, Itzehoe: Ein Mitarbeiter eines Diesel- und Heizöl-Unternehmens geht zur Zapfpistole an einem Füllstutzen für die Heizöllieferung an einen Kunden in einem Einfamilienhaus. Die Ampel-Fraktionen im Bundestag haben sich auf Entlastungen auch für Menschen geeinigt, die zum Beispiel mit Öl oder Pellets heizen. (zu dpa «Entlastungen nun auch für Verbraucher mit Öl- und Pelletheizungen») Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sollte man aktuell Heizöl kaufen? Wo stehen die Preise heute und welche Prognosen und Empfehlungen gibt es?

Christian Charisius/dpa

Beim Kauf von Heizöl gilt es, den richtigen Zeitpunkt abzuwägen, um möglichst viel Geld zu sparen und in keine Kostenfalle zu geraten. Soll man jetzt bei den günstigen Preisen zugreifen und den Tank füllen, oder wartet man noch ab und hofft auf weitere Preissenkungen? Hier gibt es die aktuellen Entwicklungen und Empfehlungen im Überblick.

Heizölpreise aktuell: Entwicklung am 15. Juli 2026

Die Heizölpreise sind laut Tecson am Mittwoch, 15. Juli 2026, gestiegen. Grund sind weiterhin die Lage im Iran und in der Straße von Hormus. Täglich kommen neue Nach­richten, weniger über Verhandlungsfortschritte als über neuer­liche Angriffe und mili­tä­ri­sche Muskel­spiele. Laut Tecson liegt der über­regio­nal erhobene Durch­schnitts­preis heute bei 137,00 Cent pro Liter Heizöl. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Heizölpreise um 11,4 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich sind die aktuellen Preise um 41,4 Prozent teurer.

Das Heizöl-Portal Fastenergy gibt den aktuellen Durchschnittspreis von Heizöl in Deutschland am Montagmorgen mit 133,17 Euro pro 100 Liter an.

Heizöl kaufen oder warten: Prognose und Empfehlung

Das Ölmarktportal Fastenergy rechnet damit, dass der Heizölpreis in Zukunft weiter klettert: „Die Heizölpreise sind gestern förmlich nach oben geschossen und haben dabei das höchste Niveau seit über zehn Wochen erreicht. (...) Weiterhin tendierte die Nachfrage gegen null, was eine Versorgungskrise im Herbst immer wahrscheinlicher werden lässt. Ölheizer mit geringem Tankvorrat sollten daher unbedingt rechtzeitig zumindest eine Teilmenge bestellen."

Das Heizöl-Portal Tecson schreibt: „Die Kauf­ak­ti­vität seitens der Verbrau­cher ist komplett abge­rissen. Rück­bli­ckend ist ein Preistal ausge­bildet, welches inzwi­schen als „leider verpasst“ zu betrachten ist. Und im Ausblick sieht es nicht danach aus, dass es in den nächsten Wochen zu einer Lösung um die Straße von Hormus kommt und dort freier Schiffs­ver­kehr erfolgen kann."

Durchschnittliche Heizölkosten für ein Einfamilienhaus

Die durchschnittlichen Heizölkosten für ein Einfamilienhaus betrugen laut Vergleichsportal Verivox in der vergangenen Heizperiode rund 1.554 Euro. Das entspreche einem leichten Anstieg von rund einem Prozent. Ein Preisrückgang bei Heizöl gleiche den gestiegenen Wärmebedarf nahezu aus. Wie viel der einzelne Haushalt konkret bezahlt habe, hänge aber vom Zeitpunkt der Heizölbestellung ab.