Heizöl-Betrug
: Polizei warnt vor dieser dreisten Masche

Augen auf beim Heizöl-Kauf! Die Polizei warnt aktuell vor einer dreisten Betrugsmasche.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Symbolbild - Polizei: ILLUSTRATION - 28.09.2021, Nordrhein-Westfalen, Gütersloh: An der Tür von einem Streifenwagen steht der Schriftzug «Polizei». (zu dpa: «Lärmaktion mit Betonmaschine wegen Streit») Foto: David Inderlied/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wie erkenne ich den Heizöl-Betrug? Die Polizei gibt Empfehlungen.

David Inderlied/dpa

Der Sommer ist regelmäßig auch die Jahreszeit, in der Hausbesitzer sich um das Nachfüllen ihrer Gas- und Heizöltanks kümmern. Dies wissen auch Betrüger. Die Polizei warnt nach aktuellen Fällen vor einer Betrugsmasche rund um den Heizölkauf.

So läuft die Betrugsmasche mit dem Heizöl

Laut der Polizei läuft der Heizöl-Betrug so ab: Mit einem scheinbar günstigen Preis sollen Interessierte über das Internet angelockt werden. Nachdem das Geld per Vorkasse überwiesen wurde, erfolgt keine Öllieferung und die Betrüger sind auch nicht mehr zu erreichen. So wurde erst vor Kurzem eine Geschädigte aus einer Reutlinger Kreisgemeinde in Baden-Württemberg Opfer einer solchen kriminellen Handlung. Die Frau orderte im Internet eine Öllieferung und musste dafür innerhalb von 48 Stunden den fälligen Gesamtbetrag im Voraus überweisen. Am zugesagten Liefertag kam jedoch kein Heizöl bei ihr an. Eine Kontaktaufnahme mit dem vermeintlichen günstigen Händler war nicht mehr möglich.

Wie solche Betrugsmaschen zu erkennen sind

Die Polizei gibt zudem Tipps, um Fakeshops zu erkennen und nicht auf die Betrugsmasche hereinzufallen. Zunächst sollten Kunden das Impressum der Seite auf Seriosität prüfen. Weiterhin gibt es diverse Internetseiten, die potenzielle Fakeshopseiten auf Anfrage hin überprüfen, wie zum Beispiel die des Verbraucherschutzes. Bei geforderten Vorab-Überweisungen, insbesondere wenn diese auch noch an ausländische Konten gehen sollen, ist höchste Vorsicht geboten. Auch können auffällig günstige Angebote arglose Besucher verlocken, unüberlegt eine Bestellung aufzugeben. Hier noch einmal ein paar Verhaltensweisen, die vor Online-Betrug schützen können:

  • Keine Spontankäufe: Bevor Kunden ein Produkt in den Warenkorb eines Online-Shops legen, sollten sie den Preis des Produkts bei anderen Anbietern sowie dem Händler vor Ort vergleichen. Denn Betrüger locken ihre Opfer mit niedrigen Preisen.
  • Kunden sollten sich über die Internetseite informieren. Und so geht es: Geben Sie den Namen des Online-Shops in eine Suchmaschine ein, dadurch können Sie negative Erfahrungen anderer Kunden herausfinden und müssen sich nicht auf die Versprechungen der Shop-Betreiber verlassen. In vielen Selbsthilfeforen erfahren Sie ebenfalls, ob Ihr gewählter Online-Händler unseriöse Geschäftspraktiken anwendet. Verbraucherzentrale hilft: Bei der Verbraucherzentrale finden Sie Information über bekannte unseriöse Online-Händler.
  • Sichere Zahlungswege wählen: Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen. Getätigte Überweisungen können jedoch allenfalls kurzfristig rückgängig gemacht werden. Beim Lastschriftenverfahren können vorgenommene Abbuchungen noch nach einigen Tagen storniert werden.
  • Kein Einkauf bei Zweifel: Wenn sich Kunden unsicher sind, kaufen sie am besten gar nicht im gewählten Shop. Sie sollten das gewünschte Produkt nur beim Händler ihres Vertrauens erwerben.