Handyverbot: Ministerpräsident fordert Altersgrenze für Smartphone-Nutzung

Brauchen wir ein Handyverbot an Schulen und eine Altersgrenze zur Nutzung von Smartphones?
Jens Kalaene/dpaSchadet die Nutzung von Handys den Kindern und Jugendlichen in Deutschland? Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt zumindest hat eine deutliche Einschränkung der Nutzung von Smartphones von Kindern und Jugendlichen gefordert. Einige Bundesländer gehen längst gegen Handys in Schulen vor.
Das sagt Mario Vogt zum Thema Handyverbot
„Kein Smartphone vor 14“, schreibt der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag in der „Frankfurt Allgemeinen Zeitung“ (13. August). Zudem spricht er sich darin dafür aus, dass soziale Medien erst ab 16 Jahren genutzt werden sollten. Wer soziale Medien zu früh nutze, entwickle weniger Selbstwertgefühl, mehr Vergleichsdenken und „oft depressive Symptome“, schreibt der Politiker. Auch deshalb fordert er, dass die Nutzung von Smartphones an Schulen verboten werden sollte. An Grundschulen sollten alle Arten von Handys verboten werden. Zudem sollte ein Fach eingeführt werden, in dem Kindern und Jugendlichen Digitalkompetenz beigebracht wird, so seine Forderung.
So gehen einzelne Bundesländer gegen Handys ins Schulen vor
Im Juni 2025 hatte das Landesparlament des Saarlandes die Nutzung privater Smartphones und Smartwatches in den ersten vier Jahrgangsstufen der Grund- und Förderschulen verboten. In Nordrhein-Westfalen sollen alle Schulen bis zum Herbst altersgerechte Regeln für die Handynutzung aufstellen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sollen das die Schulen selbst regeln.
Der Deutsche Lehrerverband lehnt ein absolutes Handyverbot an Schulen ab. Im Fall eines Verbots werde für viele ein heimlicher Gebrauch attraktiv, sagte Verbandspräsident Stefan Düll der Deutschen Presse-Agentur.
Was halten Eltern von einem Handyverbot?
Laut einer von der Postbank in Auftrag gegebenen aktuellen Umfrage sind 49 Prozent der Befragten mit Kindern der Auffassung, dass Smartphones den Unterricht und die Konzentration störten. Weitere 32 Prozent befürworten demnach ein Verbot, finden aber, dass es Ausnahmen für bestimmte Situation geben sollte.
