Großbrand bei Kempten
: Lagerhalle brennt – Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

In einer Lagerhalle in Durach im schwäbischen Landkreis Oberallgäu ist am frühen Dienstagmorgen ein großes Feuer ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauern weiter an.
Von
Amelie Schröer
Durach
Jetzt in der App anhören

Flammeninferno in Durach (Oberallgäu): Am Dienstagmorgen geriet eine Lagerhalle in Brand. Rund 150 Feuerwehrleute versuchen das Feuer zu löschen.

Markus Dorer/dpa

Seit dem frühen Dienstagmorgen (22.08.2023) ist die Feuerwehr mit einem Großaufgebot in Durach, in der Nähe von Kempten, im Einsatz. In einer Halle eines Logistikbetriebers auf dem Sportplatzweg ist gegen 2:45 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Auch mehrere umliegende Fahrzeuge gerieten dabei in Brand. Das bestätigt die Polizei Kempten.

Schaden vermutlich in Millionenhöhe

Inzwischen sei der Brand unter Kontrolle, teilte das Landratsamt Oberallgäu am Nachmittag mit. Die Brandursache ist noch unklar. Ebenso die genaue Schadenshöhe, die von der Polizei im Millionenbereich vermutet wird.

Nach derzeitigem Stand wurden bei dem Feuer zwei Personen verletzt. Sie befinden sich, nach Polizeiinformationen, aufgrund einer Rauchvergiftung in medizinischer Behandlung.

Warnung vor Rauch: Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

Noch ist unklar, was genau in der Halle gelagert wurde. Deshalb wurden umliegende Wohnhäuser in der Nacht evakuiert, Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Gegen 4:50 Uhr konnten einige von ihnen wieder zurückkehren, andere müssen vermutlich noch bis in den Abend warten.

Außerdem weist die Polizei auch mit Radiodurchsagen darauf hin, aufgrund der starken Rauchbelastung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Anwohner des direkt an Kempten grenzenden Ortsteils Oberkottern wurden weiter dazu aufgefordert, das Gebiet nach Möglichkeit zu meiden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Es könne nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass der am Vormittag vor allem in Richtung Norden und damit in Richtung Kempten ziehende Rauch gesundheitsgefährdende Stoffe enthalte, teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Die Behörde habe deshalb Experten aus München mit Luftmessungen beauftragt.

Feuerwehr und Polizei mit Großaufgebot vor Ort

Um den Brand zu löschen, sind insgesamt rund 150 Feuerwehrkräfte am Brandort im Einsatz. Dazu kommen rund 20 Polizeibeamte sowie 38 Rettungskräfte. Die Nachlöscharbeiten dauern zurzeit noch an, der Kriminaldauerdienst hat die ersten Ermittlungen übernommen und vor Ort an das Fachkommissariat der Kriminalpolizei Kempten übergeben.

Anfängliche Informationen, dass es sich um eine Halle des Möbelunternehmens XXXLutz handelt, korrigierte die Polizei. Inzwischen sei es eine Lagerhalle, die an unterschiedliche Firmen untervermietet wird.