Großbrände in Ostdeutschland: Hunderte Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen die Flammen – die Bilder

Löschfahrzeuge der Feuerwehr sind im Einsatz bei einem Wald- und Vegetationsbrand in der Gohrischheide im Landkreis Meißen. An mehreren Orten im Osten Deutschlands kämpfen die Einsatzkräfte gegen Waldbrände.
Sebastian Kahnert/dpa- Große Waldbrände in Sachsen und Thüringen – über 950 Einsatzkräfte vor Ort.
- Gohrischheide (Sachsen): 450 Kräfte kämpfen gegen Flammen, Munitionsreste erschweren Löscharbeiten.
- Evakuierungen in Sachsen: Ortsteile von Zeithain und Wülknitz betroffen, Katastrophenalarm ausgerufen.
- Thüringen: 500 Kräfte bekämpfen Brand bei Gösselsdorf, Feuer auf 250 Hektar eingedämmt, Lage angespannt.
- Bayern: Hohe Waldbrandgefahr für Samstag erwartet, Hubschrauberflüge zur Früherkennung angeordnet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In mehreren Regionen Ostdeutschlands dauern die Löscharbeiten gegen großflächige Waldbrände an. Besonders betroffen ist die Gohrischheide im Landkreis Meißen in Sachsen. Dort bedrohen die Flammen laut Landratsamt Wohnhäuser und ein Materialdepot der Bundeswehr. Rund 450 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und weiteren Organisationen sind im Einsatz. Auch Hubschrauber der Polizei und Bundeswehr unterstützen die Brandbekämpfung aus der Luft.
Der Brand nahe den sächsischen Gemeinden Zeithain und Wülknitz war bereits am Dienstag ausgebrochen. Das Gebiet gehört zu einem ehemaligen Truppenübungsplatz innerhalb eines Naturschutzgebiets – die Bekämpfung der Flammen wird durch Munitionsreste im Boden zusätzlich erschwert. Inzwischen ist das Feuer stellenweise auch auf benachbartes Brandenburger Gebiet übergesprungen. Die Lage dort sei jedoch stabil, teilten die Behörden mit.
Mehrere Orte in Sachsen evakuiert
Wegen der anhaltenden Gefahr mussten am Mittwoch und Donnerstag einzelne Ortsteile in Sachsen evakuiert werden. Während die Bewohner des Zeithainer Ortsteils Neudorf inzwischen zurückkehren durften, bleibt die Evakuierung in Heidehäuser bei Wülknitz weiter bestehen.
Am Donnerstag hatte der Landkreis Meißen den Katastrophenalarm ausgerufen und die Einsatzleitung übernommen. Neben lokalen Kräften waren am Freitag auch Einheiten der Bundeswehr und Wasserwerfer der Polizei an den Löscharbeiten beteiligt. Der starke Funkenflug und dichter Rauch erschweren die Arbeit vor Ort weiterhin erheblich.
Auch in Thüringen tobt ein großflächiger Waldbrand. In der Nähe von Gösselsdorf (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) kämpften über 500 Einsatzkräfte am Freitag bereits den dritten Tag gegen ein Feuer, das sich auf rund 250 Hektar ausgedehnt hatte. Zwar konnte in der Nacht eine weitere Ausbreitung verhindert werden, die Lage bleibe aber „unverändert angespannt“, so das Landratsamt.
Feuerwehrkräfte aus ganz Thüringen und angrenzenden Regionen in Bayern sind dort im Einsatz. Unterstützt werden sie durch einen Polizeihubschrauber und einen Wasserwerfer. Für bewohnte Gebiete bestehe derzeit jedoch keine akute Gefahr.
Auch in Bayern steigt die Waldbrandgefahr
Ungeachtet der Regenfälle und Gewitter von Donnerstag wird die Waldbrandgefahr in Bayern zum Wochenende wieder steigen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für den Samstag hohe Waldbrandgefahr der Stufe vier vom nördlichen Oberbayern bis in die drei fränkischen Regierungsbezirke und Teile der Oberpfalz. Das trifft unter anderem Ingolstadt, Nürnberg, Regensburg, Bayreuth und Weiden, wie aus dem Waldbrand-Gefahrenindex des DWD hervorgeht.
Vier Bezirksregierungen – in Mittel-, Ober- und Unterfranken sowie der Oberpfalz – ordneten für die als gefährdet eingestuften Regionen erneute Hubschrauberflüge am Wochenende an, um mögliche Feuer möglichst schnell zu entdecken.
Der Gefahrenindex des Wetterdiensts hat fünf Stufen von „sehr geringer“ (Stufe 1) bis „sehr hoher“ Waldbrandgefahr (Stufe 5). Sehr niedrig ist die Waldbrandgefahr derzeit nur in einigen Orten in den Alpen, darunter Garmisch-Partenkirchen und Kiefersfelden. Der Norden Bayerns ist seit jeher trockener als der Süden. In den vergangenen Tagen waren vor allem in der Nordhälfte Bayerns mehrere Waldbrände ausgebrochen, die die örtlichen Feuerwehren jedoch schnell unter Kontrolle bekamen.
Auch am Sonntag soll die Waldbrandgefahr in beträchtlichen Teilen Bayerns hoch bleiben, eine Entspannung erwartet der Deutsche Wetterdienst erst für den Montag.



























