Griechenland - Waldbrände aktuell: Neue Feuer ausgebrochen - So ist die Situation heute

Waldbrand in Griechenland: Ein Feuerwehrhubschrauber wirft am Sonntag Wasser auf einen Waldbrand in Keratea, südöstlich von Athen ab. Am Dienstag wurden neue Brände in Griechenland gemeldet.
Marios Lolos/XinHua/dpaAm Wochenende hat Griechenland mit einigen starken Waldbränden zu kämpfen. Auch nahe der Hauptstadt Athen loderten die Flammen. Jetzt gibt es neue Feuer. Wie sieht die Lage aktuell aus?
Waldbrände in Griechenland aktuell
Griechenland hat in diesem Jahr bereits mit dem wärmsten Winter und einer ungewöhnlich frühen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 44 Grad Celsius zu kämpfen und stellt sich auf eine harte Waldbrandsaison ein.
Am Dienstag meldete die Feuerwehr, dass in den vergangenen 24 Stunden im ganzen Land rund 50 Brände ausgebrochen sind. Unter anderem brennt es auf den Inseln Kos, Chios und Kreta. Fast alle Feuer seien jedoch schnell unter Kontrolle gebracht worden.
Auf der Insel Chios wurden bei Löscharbeiten sechs Feuerwehrleute leicht verletzt. Ein 63-jähriger Mann wurde festgenommen, weil er den Brand verursacht haben soll - ob absichtlich oder fahrlässig, war zunächst nicht bekannt.
Auf der Insel Kos mussten in der Nacht mehrere Ortschaften und Hotels evakuiert werden - die Menschen wurden vorübergehend in anderen Unterkünften und auf Sportplätzen untergebracht, wie Posts von Betroffenen in sozialen Medien zeigten. Am Morgen berichtete das Nachrichtenportal „Kos24“, dass der Brand weitgehend unter Kontrolle sei und die Menschen langsam in ihre Unterkünfte zurückgebracht würden.
Auch in der Nähe der kretischen Stadt Heraklion brannte es, allerdings wurden keine Einwohner oder Touristen gefährdet. Laut des griechischen Zivilschutzes herrscht am Dienstag unter anderem im Osten Kretas, im Norden der Halbinsel Peloponnes und in Mittelgriechenland sehr hohe Waldbrandgefahr.
Sonntag brannte es nahe der Hauptstadt Athen
Angefacht von starken Winden und begünstigt durch die Trockenheit waren am Sonntag, 30. Juni 2024, in dem Küstenort Keratea östlich der Hauptstadt und in dem Vorort Stamata Feuer ausgebrochen.
Bewohner in acht Gebieten in der Nähe von Athen waren dazu aufgerufen worden, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Ein 45 Jahre alter Mann aus Stamata erlitt einen tödlichen Herzinfarkt. Mehrere Häuser und Autos wurden durch die Flammen zerstört.
Die Brände seien am Sonntag von Feuerwehrleuten mit Unterstützung von Löschflugzeugen und Hubschraubern „unter sehr gefährlichen Bedingungen“ eingedämmt worden, sagte der Feuerwehrsprecher. Dass der Wind nachgelassen habe, habe auch in anderen Landesteilen die Bekämpfung der Brände erleichtert, ergänzte er.
