Vor über drei Jahren trat Greta Thunberg erstmals in das Interesse der Aufmerksamkeit. 2018 begann die damals 15-Jährige mit ihren Klimastreiks und lenkte die Debatte um den Klimawandel vor allem in Europa in eine neue Richtung. Seitdem ist sie weltweit für ihren Klimaeinsatz bekannt. Die „Schulstreiks für das Klima“ entwickelten sich zur globalen Bewegung „Fridays for Future“ (FFF).
  • Wer ist die junge Klimaaktivistin?
  • Wie kam es zu den Klimastreiks?
  • Wie viel verdient sie?
Alle wichtigen Infos über Greta Thunberg erfahrt ihr hier.

Alter, Wohnort, Instagram, Vermögen – Der Steckbrief von Greta Thunberg

  • Name: Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg
  • Geburtstag: 03. Januar 2003
  • Geburtsort: Stockholm
  • Beruf: Klimaschutz-Aktivistin
  • Vermögen: rund zwei Millionen Euro (Stand 2021)
  • Eltern: Malena Ernman (Opernsängerin), Svante Thunberg (Schauspieler)
  • Geschwister: eine jüngere Schwester (Beata Thunberg)
  • Twitter: @GretaThunberg
  • Instagram: gretathunberg

Greta Thunberg: So kam sie zum Klimaschutz

Gerade einmal 15 Jahre war Greta Thunberg alt, als sie den ersten „Schulstreik fürs Klima“ initiierte und damit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit trat. Doch ihr Interesse für den Klimaschutz entstand schon viel früher. Im Alter von acht Jahren erfuhr Thunberg in der Schule erstmals vom Klimawandel und informierte sich von da an intensiv darüber. Spurlos ging das Thema nicht an ihr vorbei, denn die Jungaktivistin entwickelte Depressionen und eine Essstörung, die sie nach eigenen Angaben nur durch ihr Engagement für ein besseres Klima überwinden konnte.

Diagnose Asperger: Wie geht Greta Thunberg mit dem Syndrom um?

Ein emotionsloser Gesichtsausdruck, kein Lachen und eine sachliche Sprache. Das zeichnet Greta Thunberg aus, wenn man sie bei ihren Auftritten beobachtet. All das sind Anzeichen für eine besondere Krankheit unter der die Klimaaktivistin leidet. Im Alter von 12 Jahren wurde bei Thunberg das Asperger-Syndrom, eine Art Autismus, diagnostiziert. Menschen mit dieser Entwicklungsstörung zeichnen sich durch ein eingeschränktes Einfühlungsvermögen, mangelhafte soziale Kompetenz und Sonderinteressen aus. Sprachliche und kognitive Fähigkeiten sind hingegen nicht eingeschränkt.
Schon früh sprach Thunberg offen über ihre Erkrankung: „Hätte ich kein Asperger und wäre ich nicht so merkwürdig, dann hätte ich mich wohl auch in den sozialen Netzwerken verfangen, nach denen alle so verrückt sind.“ Durch das Syndrom sehe sie die Welt aus einer anderen Perspektive und gebe ihr die Möglichkeit sich auf ein Spezialthema besser konzentrieren zu können. Auch ihre Standhaftigkeit begründet sie mit dem Asperger-Syndrom.

Greta Thunberg Vermögen: Wie viel verdient die Klimaaktivistin?

Über Gehalt und Vermögen von Greta Thunberg wird seit jeher viel spekuliert, konkrete Angaben fehlen allerdings. Vor zwei Jahren verbreitete ein Magazin mit dem Namen „People with Money“ die Behauptung, Thunberg sei die am besten bezahlte Aktivistin der Welt. Dazu gesellte sich die Meldung, dass die Jugendliche mit 46 Millionen Dollar Vermögen zwischen 2018 und 2019 die jährliche Liste der bestbezahlten Aktivisten anführe. Später stellte sich heraus, dass es die Zeitung nicht gibt und es sich wohl um Falschinformationen handele.
Die Frage um Thunbergs Vermögen reißt damit nicht ab. Hinterfragt wird, was Thunberg beispielsweise mit Preis- und Fördergeldern macht. Sie selbst gab an, die Summen zu spenden. Auch sei sie von Geldgebern unabhängig, wird also nicht für ihren Aktivismus bezahlt. Auch ein Sprecher der schwedischen Aktivistin bestätigte: „Greta erhält niemals eine Bezahlung für ihren Aktivismus. Sie nimmt keine Honorare für Auftritte oder Medienengagements an. Außerdem werden alle Einnahmen, die ihre Familie durch ihre beiden Bücher erhält, für wohltätige Zwecke gespendet.“
Zu vermuten ist dennoch, dass sie Teile ihres 2019 erschienenen Buches „Scener ur hjärtat“ (“Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima“) behalten hat. Geschätzt wird Thunbergs Gehalt deshalb auf rund zwei Millionen Euro (Stand 2021).

„Fridays For Future“ – Schulstreiks für das Klima

Bei „Fridays For Future“ handelt es sich um eine weltweite Bewegung von Schülern und Studenten, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Initiiert wurde die Aktion 2018 von Greta Thunberg. Damals saß sie jeden Freitag ursprünglich alleine mit einem Schild mit der Aufschrift „Schulstreik fürs Klima“ vor dem schwedischen Parlament. Schnell wurde die Aktion größer und auf der ganzen Welt eiferten ihr Schüler nach, indem sie freitags während des Unterrichts für den Klimaschutz demonstrierten. Mittlerweile finden regelmäßig, auch an anderen Wochentagen, Demonstrationen für ein besseres Klima statt, an denen sich auch Erwachsene beteiligen.
Konkret geht es den Aktivisten um Maßnahmen, um das auf der Weltklimakonferenz in Paris 2015 beschlossene 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen noch einhalten zu können. Auch wird in den Streiks auf klimapolitische Missstände aufmerksam gemacht und Politiker für den Klimawandel verantwortlich gemacht. Aufgrund der Coronapandemie fielen zeitweise Demonstrationen in Präsenz aus. Stattdessen wurden online-Veranstaltungen organisiert.

Twitter und Instagram – Greta Thunberg in den sozialen Medien

Greta Thunberg spricht nicht nur auf Veranstaltungen auf der ganzen Welt, auch in den sozialen Medien meldet sie sich zu Wort. So wendet sie sich auf Instagram und Twitter an Millionen Follower. Alleine auf Instagram folgen ihr mehr als 14 Millionen Menschen, auf Twitter sind es rund fünf Millionen.

Buch von Greta Thunberg: In Deutschland ab 27. Oktober 2022

Die wohl weltweit prominenteste Klimaaktivistin wählt erneut Großbritannien als Bühne für ihre Anliegen: Greta Thunberg will ihr neues „Klima-Buch“ Ende Oktober beim London Literature Festival vorstellen. Die Veranstalter kündigten die 19-jährige Schwedin als Headlinerin des Ende Oktober stattfindenden Festivals an. Ihre Rede soll auch online übertragen werden.
In dem Buch, das am 27. Oktober auch in Deutschland erscheint, kommen internationale Expertinnen und Experten ganz verschiedener Disziplinen - darunter Geophysik und Meteorologie, aber auch Psychologie und Philosophie - mit ihrem Blick auf den Klimawandel zu Wort. Dazu gehören unter vielen anderen auch der schwedische Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung Johan Rockström und die in London tätige deutsche Klimaforscherin Friederike Otto.