Greta Thunberg ist eine schwedische Klimaaktivistin, die 2018 durch ihren Klimastreik und die daraus entstandene Bewegung „Fridays for Future“ weltweit bekannt wurde. Durch ihren Einsatz lenkte sie die Debatte um den Klimawandel vor allem in Europa in eine neue Richtung.
  • Wer ist die junge Klimaaktivistin?
  • Hat sie einen Freund?
  • Wie viel verdient sie?
Wir haben die junge Frau genauer unter die Lupe genommen und die wichtigsten Infos zu ihr in diesem Porträt zusammengefasst.

Greta Thunberg im Steckbrief: Alter, Eltern, Wohnort & Co.

Die wichtigsten Fakten zu Greta Thunberg auf einen Blick:
  • Name: Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg
  • Geburtstag: 3. Januar 2003
  • Alter: 19 Jahre
  • Geburtsort: Stockholm
  • Beruf: Klimaschutz-Aktivistin
  • Eltern: Malena Ernman (Opernsängerin), Svante Thunberg (Schauspieler)
  • Geschwister: eine jüngere Schwester (Beata Thunberg)
  • Twitter: @GretaThunberg
  • Instagram: gretathunberg

Hat Greta Thunberg einen Freund?

Seit sie durch ihre Klimastreiks bekannt geworden ist, steht Greta Thunberg in der Öffentlichkeit. Doch was ihr Privatleben angeht, hält sich die 19-Jährige weitgehend bedeckt. So ist nicht bekannt, ob sie aktuell einen Freund hat. Vor rund einem Jahr sorgten Fotos mit einem jungen Mann bei einer Demo in Italien für Spekulationen, da sich die beiden sehr vertraut zeigten. Um wen es sich dabei handelte, wurde allerdings nicht bekannt.

Eltern und Schwester: Das ist Greta Thunbergs Familie

Greta Thunberg ist die Tochter einer Opernsängerin und eines Schauspielers. Ihre Eltern Malena Ernman und Svante Thunberg haben zwei Töchter: Greta und ihre jüngere Schwester Beata. Diese tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter und möchte Sängerin werden.

Greta Thunberg: So kam sie zum Klimaschutz

Gerade einmal 15 Jahre war Greta Thunberg alt, als sie den ersten „Schulstreik fürs Klima“ initiierte und damit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit trat. Doch ihr Interesse für den Klimaschutz entstand schon viel früher. Im Alter von acht Jahren erfuhr Thunberg in der Schule erstmals vom Klimawandel und informierte sich von da an intensiv darüber. Spurlos ging das Thema nicht an ihr vorbei, denn die Jungaktivistin entwickelte Depressionen und eine Essstörung, die sie nach eigenen Angaben nur durch ihr Engagement für ein besseres Klima überwinden konnte.

Diagnose Asperger: Wie geht Greta Thunberg mit dem Syndrom um?

Ein emotionsloser Gesichtsausdruck, kein Lachen und eine sachliche Sprache. Das zeichnet Greta Thunberg aus, wenn man sie bei ihren Auftritten beobachtet. All das sind Anzeichen für eine besondere Krankheit unter der die Klimaaktivistin leidet. Im Alter von 12 Jahren wurde bei Thunberg das Asperger-Syndrom, eine Art Autismus, diagnostiziert. Menschen mit dieser Entwicklungsstörung zeichnen sich durch ein eingeschränktes Einfühlungsvermögen, mangelhafte soziale Kompetenz und Sonderinteressen aus. Sprachliche und kognitive Fähigkeiten sind hingegen nicht eingeschränkt.
Schon früh sprach Thunberg offen über ihre Erkrankung: „Hätte ich kein Asperger und wäre ich nicht so merkwürdig, dann hätte ich mich wohl auch in den sozialen Netzwerken verfangen, nach denen alle so verrückt sind.“ Durch das Syndrom sehe sie die Welt aus einer anderen Perspektive und gebe ihr die Möglichkeit sich auf ein Spezialthema besser konzentrieren zu können. Auch ihre Standhaftigkeit begründet sie mit dem Asperger-Syndrom.

Wie hoch ist das Vermögen von Greta Thunberg?

Über Gehalt und Vermögen von Greta Thunberg wird seit jeher viel spekuliert, konkrete Angaben fehlen allerdings. Vor zwei Jahren verbreitete ein Magazin mit dem Namen „People with Money“ die Behauptung, Thunberg sei die am besten bezahlte Aktivistin der Welt. Dazu gesellte sich die Meldung, dass die Jugendliche mit 46 Millionen Dollar Vermögen zwischen 2018 und 2019 die jährliche Liste der bestbezahlten Aktivisten anführe. Später stellte sich heraus, dass es die Zeitung nicht gibt und es sich wohl um Falschinformationen handele.
Die Frage um Thunbergs Vermögen reißt damit nicht ab. Hinterfragt wird, was Thunberg beispielsweise mit Preis- und Fördergeldern macht. Sie selbst gab an, die Summen zu spenden. Auch sei sie von Geldgebern unabhängig, wird also nicht für ihren Aktivismus bezahlt. Auch ein Sprecher der schwedischen Aktivistin bestätigte: „Greta erhält niemals eine Bezahlung für ihren Aktivismus. Sie nimmt keine Honorare für Auftritte oder Medienengagements an. Außerdem werden alle Einnahmen, die ihre Familie durch ihre beiden Bücher erhält, für wohltätige Zwecke gespendet.“
Zu vermuten ist dennoch, dass sie Teile ihres 2019 erschienenen Buches „Scener ur hjärtat“ (“Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima“) behalten hat. Geschätzt wird Thunbergs Gehalt deshalb auf rund zwei Millionen Euro (Stand 2021).

„Fridays For Future“ – Schulstreiks für das Klima

Bei „Fridays For Future“ handelt es sich um eine weltweite Bewegung von Schülern und Studenten, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Initiiert wurde die Aktion 2018 von Greta Thunberg. Damals saß sie jeden Freitag ursprünglich alleine mit einem Schild mit der Aufschrift „Schulstreik fürs Klima“ vor dem schwedischen Parlament. Schnell wurde die Aktion größer und auf der ganzen Welt eiferten ihr Schüler nach, indem sie freitags während des Unterrichts für den Klimaschutz demonstrierten. Mittlerweile finden regelmäßig, auch an anderen Wochentagen, Demonstrationen für ein besseres Klima statt, an denen sich auch Erwachsene beteiligen.
Konkret geht es den Aktivisten um Maßnahmen, um das auf der Weltklimakonferenz in Paris 2015 beschlossene 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen noch einhalten zu können. Auch wird in den Streiks auf klimapolitische Missstände aufmerksam gemacht und Politiker für den Klimawandel verantwortlich gemacht. Aufgrund der Coronapandemie fielen zeitweise Demonstrationen in Präsenz aus. Stattdessen wurden online-Veranstaltungen organisiert.

Greta Thunberg auf Twitter und Instagram

Greta Thunberg spricht nicht nur auf Veranstaltungen auf der ganzen Welt, auch in den sozialen Medien meldet sie sich zu Wort. So wendet sie sich auf Instagram und Twitter an Millionen Follower. Alleine auf Instagram folgen ihr mehr als 14 Millionen Menschen, auf Twitter sind es rund fünf Millionen.

Greta Thunberg veröffentlicht neues „Klima-Buch“

Die wohl weltweit prominenteste Klimaaktivistin wählt erneut Großbritannien als Bühne für ihre Anliegen: Greta Thunberg will ihr neues „Klima-Buch“ Ende Oktober beim London Literature Festival vorstellen. Die Veranstalter kündigten die 19-jährige Schwedin als Headlinerin des Ende Oktober stattfindenden Festivals an. Ihre Rede soll auch online übertragen werden.
In dem Buch, das am 27. Oktober auch in Deutschland erscheint, kommen internationale Expertinnen und Experten ganz verschiedener Disziplinen - darunter Geophysik und Meteorologie, aber auch Psychologie und Philosophie - mit ihrem Blick auf den Klimawandel zu Wort. Dazu gehören unter vielen anderen auch der schwedische Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung Johan Rockström und die in London tätige deutsche Klimaforscherin Friederike Otto.

Greta Thunberg bei „Maischberger“ über AKWs und Zukunftspläne

Seit sie durch ihre Klimastreiks so bekannt geworden ist, wird Greta Thunberg immer wieder in Talkshows und zu Veranstaltungen eingeladen. Nach drei Jahren hat sie nun wieder ein Interview im deutschen Fernsehen gegeben. Für die Talksendung „Maischberger“ sprach sie am 1. Oktober 2022 mit Moderatorin Sandra Maischberger über Klimaschutz und ihre Zukunftspläne.
Im Gespräch plädiert die mittlerweile 19-Jährige dafür, dass Deutschland seine Atomkraftwerke länger laufen lässt: „Wenn sie schon laufen, glaube ich, dass es ein Fehler wäre, sie abzuschalten und sich der Kohle zuzuwenden“, so Thunberg. Nachdem die Schulzeit für sie beendet ist, muss sich die Klimaaktivistin zudem mit der Frage beschäftigen, was sie in der Zukunft tun möchte. „Ich schiebe den Gedanken daran auf, weil ich dann etwas Anderes machen muss. Schulstreik für das Klima geht dann nicht mehr. Es fühlt sich komisch an“, erklärt sie. Der Plan sei „wahrscheinlich etwas im Bereich der Sozialwissenschaften studieren“ und weiter gegen den Klimawandel kämpfen. „Ich werde für den Rest meines Lebens Klimaaktivistin sein“, ist sich Greta Thunberg sicher. Doch Politikerin will die Schwedin nicht werden, betont sie. Auch wenn Politik ihrer Meinung nach „der beste Weg ist, etwas zu ändern. Was wir im Moment am meisten brauchen, ist politisches Handeln.“