Grenze USA - Mexiko: Länge, Risiken, Länge & Co - Alle Infos zur gefährlichen Grenze

Mexiko, Tijuana: Migranten versuchen, mit einem Leiter über die Grenzmauer in die USA zu gelangen.
Carlos Moreno/dpa- Die Grenze USA-Mexiko ist 3.145 km lang und verläuft von San Diego bis Brownsville.
- 686 Migranten starben 2022 bei der Überquerung; Hauptursache: Wüstenüberquerung.
- Grenzsicherung verstärkt nach 9/11; Trump baute 727 km neue Grenzanlagen.
- Biden stoppte Trumps Mauerbau am ersten Tag seiner Amtszeit.
- Migration bleibt ein zentrales Thema im US-Wahlkampf 2024.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehrere Teile der Welt sind durch wirtschaftliche Krisen oder Krieg gezeichnet, wodurch sich einige Menschen dazu entschließen in ein anderes Land einzuwandern. Viele haben jedoch keine gültigen Papiere und entscheiden sich daher für einen anderen Weg, die Mauer zu überwinden. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko soll dies verhindern. Alle Infos zur gefährlichen Grenze erfahrt ihr hier:
Länge, Gelände und Co - die Grenze im Überblick
Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist 3145 Kilometer lang und erstreckt sich von San Diego (USA) und Tijuana (Mexiko) im Westen bis Matamoros (Mexiko) und Brownsville (USA) am Golf von Mexiko im Osten. Sie durchläuft dabei unterschiedlichste Landschaften, zwischen Großstädten wie El Paso (Texas) oder Ciudad Juárez (Chihuahua) und unwirtlichen Wüstengegenden wie der Sonora-Wüste.
Karte: die Grenze zwischen den USA und Mexiko
Wer einen genaueren Blick auf die Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko werfen möchte, kann das hier tun:
Grenzen zwischen USA und Mexiko: der Bau der Grenzzäune
Durch wirtschaftlichen und familiären Verflechtungen zwischen den USA und Mexiko ist die Grenze der beiden Staaten eine der am häufigsten überquerten Grenzen der Welt. Im Jahr 2006 wurden knapp 250 Millionen legale Überquerungen gezählt. Vor allem jedoch die illegale Einwanderung wurde in den 1990ern erstmals hart umstrittenes Thema beim Wahlkampf zwischen Georg H. W. Bush und Bill Clinton. Es wurden in den folgenden Jahren erste Grenzzäune und Abschiebeeinrichtungen errichtet. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde die Sicherung der Grenze auch unter dem Aspekt der Terrorbekämpfung zur Priorität. Zwischen 2006 und 2010 wurden rund 1 080 Kilometer der Grenze mit Zäunen befestigt und das Grenzpersonal verstärkt.
In den weltpolitischen Vordergrund gerät die Grenze zwischen den USA und Mexiko durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der die Grenze und das Thema illegale Einwanderung zum Top-Thema seines Wahlkampfs machte. Nach seiner Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten 2016 erließ er ein Dekret zum Bau einer 3200 Kilometer langen Mauer. Am Ende von Trumps Präsidentschaft wurden bis Januar 2021 nach offiziellen Angaben 727 km Grenzanlagen neu errichtet, davon allerdings nur etwa 80 Meilen (129 km) ganz neu errichtet.
Trumps Nachfolger, Joe Biden, verfügte am ersten Tag seiner Amtszeit einen sofortigen Baustopp für die Mauer.
Illegale Migration - Die tödlichste Landroute der Welt
Die Befestigung der Grenze führte zu einer weiteren Verdrängung der Migration in unerschlossene Gebiete. In diesen Gebieten sind die Risiken wesentlich höher. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat im Jahr 2022 686 Fälle von Tod oder Verschwinden von Migranten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko dokumentiert (105 Frauen, 468 Männer, 29 Minderjährige und 84 mit unbestimmtem Geschlecht und Alter).
Damit ist dies laut IOM-Aussagen die tödlichste Landroute für Migrant:innen weltweit. Die Zahl entspricht demnach fast der Hälfte der 1.457 Fälle von verstorbenen oder verschwundenen Migrant:innen, die 2022 auf dem gesamten amerikanischen Kontinent registriert wurden.
Die Haupttodesursachen für diese 686 Personen waren Ertrinken (213), Fahrzeugunfälle oder Todesfälle im Zusammenhang mit gefährlichen Transporten (142), Nahrung und Wasser (129), Krankheit und fehlender Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung (8), Gewalt (21), Unfalltod (19) und Tod aus unbekannter Ursache (154).
Laut IOM standen fast die Hälfte (307) der Todesfälle an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko im Zusammenhang mit der gefährlichen Überquerung der Sonoran- und Chihuahuan-Wüste.
Auch im US-Präsidentschaftswahlkampf 2024 steht die Einwanderung in die USA wieder als wichtiges Wahlkampfthema im Vordergrund.
Quellen:
diercke.de: USA/Mexiko Grenzverkehr
Embassy of the United States: boarder and law enforcement
bbc.com: Trump's wall: How much has been built during his term?
germany.imo.int: US-Mexiko-Grenze tödlichste Landroute für Migrant:innen weltweit