Viele Städte in Deutschland erhöhen die Preise für den öffentlichen Nahverkehr. Augsburg dagegen hat mit dem Jahreswechsel die neue City-Zone eingeführt. In dieser Zone ist das Nutzen von Bus und Bahn für alle Fahrgäste kostenlos. Doch was genau steckt hinter dem neuen Konzept der Stadtwerke Augsburg?

City-Zone Augsburg: Das sind die kostenlosen Haltestellen

Die Fahrgäste können den öffentlichen Nahverkehr in einem Netz von insgesamt neun Haltestellen unterwegs sein, ohne eine Fahrkarte kaufen zu müssen.

In dieser interaktiven Karte könnt ihr euch die City-Zone ansehen:

Gratis durch Augsburg - Doch warum eigentlich?

Die hohen Preise für Bus und Bahn in vielen Städten Deutschlands sorgen für eine hohe Pkw-Nutzung in deutschen Innenstädten.

Die Folge: Erhöhtes Stauaufkommen, wenige Parkmöglichkeiten und nicht zuletzt eine höhere Feinstaubbelastung.

Durch die kostenlosen City-Zone versucht die Stadt nun die Menschen weg vom Auto und hin zum öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. Doch hinter dem Konzept steckt mehr als eine finanzielle Entlastung für die Bürger und die Sorge um unsere Umwelt.

Bus und Straßenbahn in Ulm und Neu-Ulm Öffentlicher Nahverkehr jeden Samstag bis 2022 kostenlos

Ulm / Neu-Ulm

Die Augsburger City-Zone als Marketinginstrument

Neben den positiven Auswirkungen für die Bürger und die Umwelt, sieht die Stadt Augsburg in diesem Konzept auch ein Marketinginstrument. Das Angebot, durch das die Stadt pro Jahr etwa 870.000 Euro weniger einnimmt, soll dazu dienen, den öffentlichen Nahverkehr als attraktive Alternative zu bewerben.

Der Plan: Durch das Gratis-Angebot könnten einige Menschen nicht nur in der City-Zone vom Auto auf die Bahn umsteigen, sondern auch dauerhaft in weiteren Teilen der Stadt.

Die zweite Bürgermeisterin Eva Weber erklärte hierzu in einer Pressemitteilung: „Durch die City-Zone wollen wir den Parksuchverkehr verringern, die Innenstadt für Besucher attraktiver machen und den Einzelhandel stärken.“

Des Weiteren soll der Tourismus in der Stadt angekurbelt werden. Ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr könnte jährlich einige Touristen zusätzlich in die Stadt locken.