Google Maps zieht nach
: Kann Trump den Golf von Mexiko einfach so umbenennen?

Donald Trump hat per Erlass den Golf von Mexiko offiziell umbenannt und auch Google ändert in den USA den Namen – wie reagiert Mexiko darauf?
Von
Rose Abbas Mohammad
Washington
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Mexikos Präsidentin kontert Trump: HANDOUT - 08.01.2025, Mexiko, Mexiko-Stadt: Auf diesem vom mexikanischen Präsidentenamt zur Verfügung gestellten Bild zeigt Claudia Sheinbaum, Präsidentin von Mexiko, auf eine Landkarte mit der Überschrift «America Mexicana» (Mexikanisches Amerika). Auf den Vorschlag des künftigen US-Präsidenten Trump, den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umzubenennen, reagierte die mexikanische Präsidentin mit einem eigenen Umbennenungsvorschlag. (zu dpa: «US-Regierung: Golf von Mexiko heißt jetzt «Golf von Amerika»») Foto: ---/Prensa Presidencia/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Seit dem 24. Januar 2025 ist es offiziell: Der „Golf von Mexiko“ heißt jetzt in den USA „Golf von Amerika". Die mexikanische Präsidentin, Claudia Sheinbaum (Bild), reagierte bei einer Pressekonferenz öffentlich auf die Umbenennung.

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  • Trump benennt den Golf von Mexiko in den USA in „Golf von Amerika“ um.
  • Mexikos Präsidentin Sheinbaum lehnt die Umbenennung ab und erklärt sie für bedeutungslos.
  • Google ändert den Namen in den USA, aber die internationale Reaktion bleibt skeptisch.
  • Internationale Gewässerregeln verhindern, dass ein Land solche Gebiete umbenennt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kurz nach seinem Amtsantritt gab Präsident Donald Trump eine kontroverse Anordnung bekannt: Der Golf von Mexiko soll offiziell in „Golf von Amerika" umbenannt werden – aber geht das so einfach?

Trump hält sein Versprechen

Donald Trump sorgte nach einer umstrittenen Entscheidung für Aufsehen: Der Golf von Mexiko soll jetzt offiziell „Golf von Amerika“ heißen. Dieses symbolische Dekret, das von der US-Regierung als Teil einer Reihe von Maßnahmen zur Umsetzung von Wahlversprechen verkündet wurde, sorgt nicht nur innerhalb der Vereinigten Staaten für Diskussionen, sondern könnte auch internationale und diplomatische Spannungen verursachen.

Während die Umbenennung nur innerhalb der USA gilt, stellt sich die Frage, wie andere Nationen, darauf reagieren.

„Golf von Amerika“: Präsidentin Sheinbaum reagiert

Die Reaktionen aus Mexiko auf die Entscheidung, den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ umzubenennen, waren größtenteils von Spott und Ablehnung geprägt. Auch nach der Ankündigung seitens Google, der Anordnung von Donald Trump zu folgen, blieben die Reaktionen seitens der Mexikaner unbeeindruckt. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum wies die Umbenennung während einer Pressekonferenz zurück und betonte, dass Trumps Dekret keine Bedeutung für Mexiko habe. „Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko“, sagte sie. (Quelle: CNN)

Golf von Mexiko: Ist eine Umbenennung einfach so möglich?

Donald Trump kann den Golf von Mexiko im Sprachgebrauch der USA umbenennen, da er lediglich für das US-amerikanische Festland gilt, das an das Gewässer grenzt. Die UN-Expertengruppe für geografische Namen (UNGEGN) ist zwar zuständig für die Standardisierung von Ortsnamen, aber sie hatten bereits 2006 entschieden, dass Länder ihre eigenen Namen wählen können. Andere Länder und Organisationen sind jedoch nicht verpflichtet, die Umbenennung zu übernehmen.

Wem gehört der Golf von Mexiko?

In Artikel 89 Teil VII, Abschnitt 1 der „United Nations Convention on the Law of the Sea“ (UNCLOS) wird festgestellt, dass keine Nation das Recht hat, Souveränität über einen Teil der Hochsee zu beanspruchen. Demnach gelten internationale Gewässer nicht als Eigentum eines bestimmten Landes. (Quelle: un.org) International gilt, dass Gewässer, die mehr als 12 Meilen (ca. 19 km) von der Küste entfernt sind, als internationale Gewässer betrachtet werden und somit nicht mehr unter der Kontrolle eines Staates stehen. Demnach gilt für die USA, dass sie nur die Gewässer innerhalb der 12-Meilen-Zone entlang ihrer Küste kontrollieren können (Exklusive Nutzungsrechte können bis zu 200 Meilen, ca. 322 km, bestehen).