Gondelabsturz in Tirol
: Mehrere Schwerverletzte bei Unglück in Österreich

Im österreichischen Skigebiet Hochoetz ist eine Gondel abgestürzt. Dabei wurden vier Personen schwer verletzt.
Von
David Hahn
Wien
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Nach dem Absturz einer Gondel waren am Dienstag Rettungskräfte im Einsatz. Vier Menschen seien bei dem Unglück schwer bis lebensgefährlich verletzt worden.

ZOOM.TIROL/dpa

In einem beliebten Skigebiet in Österreich sind am Dienstag bei einem Gondelabsturz mehrere Menschen verletzt worden. Ein Insasse sei lebensgefährlich, die anderen drei schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Tirol: Gondel stürzt in die Tiefe

Beim Absturz der Gondel an der Acherkogelbahn im österreichischen Ötz sind am Dienstag nach ersten Angaben der Polizei vier Menschen schwer verletzt worden. Über die Identität der Verletzten wurde zunächst nichts bekannt. Sie wurden von einem Hubschrauber mithilfe eines Taus geborgen. Die lebensgefährlich verletzte Person wurde nach Innsbruck gebracht und wird auf der Intensivstation behandelt. Alle anderen Skifahrer hätten die Gondeln sicher in der Tal– oder Bergstation verlassen können, sagte eine Sprecherin der Polizei in Innsbruck am Dienstag. „Die Gondeln wurden leer gefahren und danach der Betrieb eingestellt.“

Bergung der Opfer gestaltete sich schwierig

Ein Sprecher der Bergbahnen Hochoetz sagte, dass die Bergung der Opfer am Mittag noch im Gang war. „Die Unfallstelle liegt im unwegsamen Gelände, es sind Fußtrupps und Hubschrauber im Einsatz.“

Was ist über die Ursache bekannt?

Die knapp drei Kilometer lange Bahn transportiert Skifahrer vom Tal auf etwa 2000 Meter Seehöhe. Ersten Erkenntnissen zufolge fiel ein umgestürzter Baum auf das Tragseil der Gondel, woraufhin diese in die Tiefe stürzte. Es handele sich also offenbar nicht um einen technischen Defekt, betonte die Polizei. Über die Identität der Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.

Wie sicher sind Seilbahnen, Skilifte und Gondeln?

Laut Skiresort.de transportieren Seilbahnen in Europa jährlich bis zu einer Milliarde Menschen. In Relation zu der Anzahl und dem Ausmaß von Unfällen gehören sie zu den sichersten Verkehrsmitteln. Zweimal jährlich werden die Seilbahnen in Deutschland, unter anderem vom TÜV, geprüft. Die Prüfung einer Anlage mit Großkabinen dauert im Regelfall bis zu fünf Tage, bei der alle technischen Bauteile und die Gesamtanlage überprüft werden. Darüber hinaus ist der Betreiber zu weiteren Überprüfungen verpflichtet.

(Mit Material von AFP und dpa)