Goldpreis aktuell: Experte gibt Prognose für 2026 ab

Wie wird der Goldkurs laut aktuellen Prognosen 2026 verlaufen?
Frank Rumpenhorst/dpa-mag/dpaIn diesem Jahr hat der Goldpreis eine Rallye hingelegt und ist von Rekord zu Rekord geklettert. Wie wird sich der Goldkurs 2026 entwickeln? York Tetzlaff, Chef des Branchenverbandes Fachvereinigung Edelmetalle, hat seine Einschätzung dazu mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) geteilt.
Goldpreis aktuell
Gold hat aktuell kurz vor Jahresende ein neues Allzeithoch erreicht. Der Preis stieg innerhalb eines Tages auf über 4.496 US-Dollar bzw. 3.818 Euro je Feinunze und übertrifft damit den bisherigen Rekord von Oktober. Der Schlusskurs lag bei 4.443,75 Dollar bzw. 3.779,71 Euro. Nach einer Rally im Herbst war der Goldpreis zwischenzeitlich unter 4.000 Dollar gefallen. Wie verläuft der Goldkurs heute weiter? Die Entwicklung des Preises für eine Unze Gold in den letzten 24 Stunden laut Goldpreis.de in Euro:
Seit dem 1. Januar 2025 hat sich der Goldpreis laut Goldpreis.de um +1.293,67 EUR und demnach +51,52 % erhöht. Im Vergleich zu vor genau einem Jahr konnte der Goldpreis um +1.293,97 EUR zulegen, was einer Steigerung von +51,54 % entspricht. Die Entwicklung des Preises für eine Unze Gold innerhalb der letzten 12 Monate als Übersicht in Euro:
Aktuelle Prognose für die Entwicklung 2026
Nach Angaben von York Tetzlaff, Chef des Branchenverbandes Fachvereinigung Edelmetalle, und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wurde der Goldpreis 2025 vor allem durch die Entwicklung der Realzinsen, die Schwäche des US-Dollars sowie durch anhaltende geopolitische Unsicherheiten geprägt. Diese hätten Gold erneut als sicheren Hafen in den Fokus gerückt. Hinzugekommen wäre eine außergewöhnlich starke Nachfrage von Zentralbanken und Investoren, während die Schmucknachfrage auf dem hohen Preisniveau eher dämpfend wirkte.
Für 2026 erwartet die Branche laut Tetzlaff stabile bis steigende Preise. „Für 2026 spricht vieles für einen weiterhin festen Goldpreis: Sinkende Zinserwartungen, anhaltende geopolitische Unsicherheiten und die starke Nachfrage der Zentralbanken bilden ein robustes Fundament, auch wenn zwischenzeitliche Schwankungen nicht auszuschließen sind“, sagt der Fachmann. Die Nachfrage der Zentralbanken dürfte robust bleiben. Und geo- oder handelspolitische Unsicherheiten etwa in der Zollpolitik seien ebenfalls wahrscheinlich. „Wenn die eskalieren, kann der Goldpreis überproportional reagieren.»
Der World Gold Council äußert sich laut dpa in einem Ausblick ähnlich: Verlangsamte sich das Wachstum oder gäbe es gar einen stärkeren Abschwung, seien moderate bis starke Gewinne möglich. „Umgekehrt würde ein Erfolg der von der Trump-Administration eingeleiteten Politik das Wirtschaftswachstum beschleunigen und geopolitische Risiken reduzieren, was zu höheren Zinsen und einem stärkeren US-Dollar führen und den Goldpreis drücken würde.“
Mit Material der dpa


