Die Auszeichnungen des kleinen Verbands der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien sollen am 9. Januar vergeben werden.
Traditionell schaute die Branche zum Auftakt der Preissaison mit Spannung auf die Globes, als Vorbote für die späteren Oscars. Doch der HFPA-Verband (Hollywood Foreign Press) war in diesem Jahr wegen mangelnder Diversität und fragwürdigen Praktiken der Mitglieder heftiger Kritik ausgesetzt. Der Sender NBC, der die Gala seit 1996 ausstrahlte, sagte die Show für 2022 ab. Das Format für die geplante Verleihung im Januar ist noch nicht bekannt. Der Verband hat in den letzten Monaten Reformen eingeleitet, die Mitgliedschaft vergrößert und vielfältiger gemacht.
Filmen wie Steven Spielbergs Musical-Remake „West Side Story“ oder Joel Coens „Macbeth“ werden gute Nominierungs-Chancen eingeräumt. Als Darsteller-Favoriten gelten unter anderem Will Smith („King Richard“), Denzel Washington und Frances McDormand („Macbeth“), Adam Driver und Lady Gaga („House of Gucci“) und Leonardo DiCaprio („Don't Look Up“). Maria Schraders Tragikomödie „Ich bin dein Mensch“, die 2022 für Deutschland ins Oscar-Rennen geht, könnte es in die „Foreign Language“-Sparte schaffen.
Bei der 78. Globe-Gala im vorigen Februar wurde das Road-Movie „Nomadland“ zum besten Filmdrama gekürt. In der Komödien-Sparte siegte die bissige Satire „Borat Subsequent Moviefilm“.