Tief enttäuscht zeigt sich Julia aus Illertissen über die Modebranche. Die bei der Prosieben-TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM 2019) in diesem Jahr Zehntplatzierte hat auf ihrem GNTM-Instagram-Account in ihren Stories am Mittwoch Geschehnisse angedeutet, „über die ich leider nicht sprechen darf“. Sie finde die Branche „extrem schizophren und heuchlerisch“, teilt sie ihren Followern mit. „Ich fühle mich total allein gelassen, und das macht mir zu schaffen.“

Die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, die ihren einstmaligen Traumberuf Krankenschwester frustriert aufgegeben hatte, um in der Glitzerwelt von Heidi Klum und Co. ein leichteres Auskommen zu finden, scheint die harte Realität getroffen zu haben. „Ich weiß nicht, wie es momentan weiter gehen soll, ob ich damit Geld verdienen kann“, gesteht die 23-Jährige. Während ihrer Zeit bei GNTM habe sie nichts verdient, und von Agentur für Arbeit habe es in dieser Zeit auch nichts gegeben, „weil ich ja auch viel im Ausland war“, berichtet die Schöne.

Bei Julia sieht es finanziell schlecht aus

„Es macht einem zu schaffen, wenn es finanziell schlecht aussieht“, sagt Julia nun nur wenige Wochen nach Abschluss der Sendung. Sie könne ihre neuen Freundinnen Cäcilia, Vanessa und Sarah nicht einmal besuchen, so mau sieht es in der Geldbörse aus. Auch könne sie nicht zu Fotoshootings fahren wie andere Teilnehmerinnen, weil sie auch hierzu die Fahrtkosten selbst tragen müsste.

Seit drei Wochen hat Julia bereits kein Video mehr auf Youtube hochgeladen, wo sie als Influencerin mit Schmink-Videos Fuß fassen wollte – eine ihrer Strategien, die sie offenbar schon aufgegeben hat. Nach Stuttgart ziehen und den neu gewonnen Bekanntheitsgrad nutzen, um zumindest einen großen Beauty-Job zu ergattern - dieses Ziel hatte sie mehrfach auf ihrem Instagram-Account geäußert. Danach könnten Kinder mit ihrem Freund Marius kommen, und hinterher könne sie dann in Teilzeit wieder in ihrem eigentlichen Traumjob als Krankenschwester anfangen – so hatte sie es sich ausgemalt.

Vom klassischen Modeln ist die Ex-GNTM-Kandidatin abgekommen

Doch „vom ganz klassischen Modeln bin ich schon abgekommen“, sagt Julia auf Instagram. Sie habe schon von schlankeren Mädchen gehört, die auf Castings mit der Begründung abgewiesen worden seien, sie seien „zu fett“. Julia: „Ich finde das richtig schrecklich.“ Sie selbst werde als zu kurvig für das normale Modeln betrachtet, aber sei noch nicht rund genug, um als „Curvy Model“ für speziell konfektionierte Mode Fuß fassen zu können.

„Ich könnte es mir jetzt quasi aussuchen, ob ich zu- oder abnehme, diesen Stress tue ich meinem Körper nicht an“, sagt die 23-Jährige, und meint: „Ich will nicht so werden wie Mädels, die Watte in Orangensaft tunken, damit sie keinen Hunger bekommen.“

Julias Fazit: Ausbildung ist wichtiger

Auf die Frage eines Fans - „Ausbildung oder GNTM?“ antwortet Julia denn auch: „Ganz klar Ausbildung. Ich bin ganz froh, dass ich meinen Beruf habe, in den ich zurückkehren kann.“ Doch ganz hat Julia die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Ich hoffe natürlich, dass ich mit dem Ganzen noch Geld verdienen kann, sonst wäre es natürlich echt traurig, dass es sich gar nicht gelohnt hat, das Ganze auf sich zu nehmen.“ Im Moment sehe es allerdings so schlecht aus, dass sie „wahrscheinlich wieder im Altersheim bei meiner Mutter nachtschichten werde“.

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