Gino Mäder
: Radprofi stirbt nach Sturz bei der Tour de Suisse

Der Radprofi Gino Mäder ist tot. Der Schweizer war gestern bei der Tour de Suisse in eine Schlucht gestürzt.
Von
Daniel Steiger
Lausanne
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Ein Bild aus dem Jahr 2021: Der Schweizer Radprofi Gino Mäder (li.) ist am 15. Juni 2023 bei der Tour de Suisse tödlich verunglückt. Hier gibt es die Infos zu seinem Sturz.

Gian Ehrenzeller/dpa

Schock bei der Tour de Suisse. Nach einem schweren Sturz bei der mehrtägigen Radrundfahrt ist jetzt ein Rennfahrer gestorben. Der Schweizer Radprofi Gino Mäder (26) war am Donnerstag, 15.6.2023, auf der fünften Etappe der Tour de Suisse bei der Abfahrt in Richtung Ziel von der Straße abgekommen und in eine Schlucht gestürzt. Mäder wurde vor Ort wiederbelebt und per Helikopter ins Krankenhaus Chur transportiert, in dem er seinen Verletzungen erlag. Er fuhr für das Team Bahrain–Victorious.

„Wir sind durch den Verlust unseres außergewöhnlichen Fahrers, Gino Mäder, am Boden zerstört. Sein Talent, seine Hingabe und sein Enthusiasmus waren eine Inspiration für uns alle“, sagte Team–Manager Milan Erzen. „Er war nicht nur ein extrem talentierter Fahrer, sondern auch eine großartige Person abseits des Rads.“ Das Team werde ihm zu Ehren fahren.

Bei dem Vorbereitungsrennen für die Tour de France war am Donnerstag auch der Amerikaner Magnus Sheffield gestürzt und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Er erlitt eine Gehirnerschütterung und Prellungen.

Kritik von Fahrern an Streckenführung der Tour de Suisse

Zu den Fahrern, die wegen der Streckenführung Kritik an den Organisatoren übten, zählte auch Weltmeister Remco Evenepoel aus Belgien. Es sei keine schlaue Idee gewesen, das Ziel einer solchen Etappe nach einer Abfahrt zu platzieren, sagte der 23–Jährige nach Angaben der Schweizer Zeitung „Blick“. „Aber man braucht offenbar immer noch mehr Spektakel. Es muss wohl einfach etwas passieren, damit man reagiert“, sagte Evenepoel.

(mit Material von dpa und AFP)