Gericht in Frankreich
: Vergewaltigungsprozess von Avignon: Anklage beginnt Plädoyer

Im Prozess um hundertfache Vergewaltigung in Südfrankreich hat die Endphase begonnen. Die Anwälte von Missbrauchsopfer Gisèle Pelicot trugen bereits ihre Forderungen vor. Nun ist die Anklage dran.
Von
dpa
Paris
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Missbrauchsprozess in Avignon: ARCHIV - 20.11.2024, Frankreich, Avignon: Gisele Pelicot kommt im Gerichtsgebäude von Avignon zum Prozess gegen ihren ehemaligen Lebensgefährten Dominique Pelicot an, der beschuldigt wird, sie fast zehn Jahre lang unter Drogen gesetzt und Fremde eingeladen zu haben, sie in ihrem Haus in Mazan, einer kleinen Stadt in Südfrankreich, zu vergewaltigen. Im Verfahren um zigfache jahrelange Vergewaltigung in Südfrankreich gehen die Plädoyers in die nächste Runde. (zu dpa: «Vergewaltigungsprozess von Avignon: Anklage beginnt Plädoyer») Foto: Christophe Simon/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gisele Pelicot kommt im Gerichtsgebäude von Avignon zum Prozess gegen ihren ehemaligen Lebensgefährten Dominique Pelicot an, der beschuldigt wird, sie fast zehn Jahre lang unter Drogen gesetzt und Fremde eingeladen zu haben, sie in ihrem Haus in Mazan, einer kleinen Stadt in Südfrankreich, zu vergewaltigen. Im Verfahren um zigfache jahrelange Vergewaltigung in Südfrankreich gehen die Plädoyers in die nächste Runde.

Christophe Simon/AFP/dpa
  • Vergewaltigungsprozess in Avignon gegen Dominique Pelicot und 50 Männer.
  • Gisèle Pelicot wurde fast 10 Jahre lang missbraucht und etwa 200 Mal vergewaltigt.
  • Die Anklage beginnt ihre Plädoyers und fordert bis zu 20 Jahre Haft.
  • Noch ein Dutzend weitere Täter nicht identifiziert.
  • Plädoyers der Verteidigung folgen in zwei Wochen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Verfahren um zigfache, jahrelange Vergewaltigung in Südfrankreich gehen die Plädoyers in die nächste Runde. Am Montag (9.00 Uhr) will die Anklage im Gerichtsaal in Avignon ihre Forderungen gegen die 51 angeklagten Männer vorbringen.

Hauptangeklagter ist Dominique Pelicot, der seine damalige Frau Gisèle Pelicot fast zehn Jahre lang mit Medikamenten betäubt, missbraucht und anderen Männer zur Vergewaltigung angeboten hat. Er gestand vor Gericht. Neben ihm sind 50 weitere Männer angeklagt. Ihnen drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Pelicot vermutlich mehr als 200 Mal vergewaltigt

Gisèle Pelicot geht davon aus, etwa 200 Mal vergewaltigt worden zu sein. Die Ermittler vermuten, dass noch ein gutes Dutzend weitere Männer an den Taten beteiligt waren. Diese konnten jedoch nicht identifiziert werden.

Erwartet wird, dass die Anklage sich zunächst zum Hauptangeklagten äußern wird. Insgesamt könnte sich das Plädoyer der Staatsanwaltschaft bis Mittwoch ziehen. Anschließend beginnen die gut zweiwöchigen Plädoyers der Verteidigung.