Gefährlicher Virus in Bayern
: Zwei Fledermäuse mit Tollwut infiziert

Im Kreis Aschaffenburg haben Experten bei zwei Breitflügelfledermäusen eine Tollwut-Infektion nachgewiesen. Behörden raten dazu, Wildtiere nicht mit bloßen Händen anzufassen.
Von
Christian Wille
Haibach
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Elmshornerin pflegt Fledermäuse: 23.08.2024, Schleswig-Holstein, Elmshorn: Ines Kock steht in ihrem Schlafzimmer und hält eine Breitflügelfledermaus auf der Hand. Die 51-Jährige hilft seit zehn Jahren kleinen und größeren Fledermäusen in Not. In ihrem abgedunkelten Schlafzimmer päppelt sie sie wieder auf, füttert sie, gibt ihnen Wasser und beobachtet ihre Fortschritte. Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Breitflügelfledermäuse mit Tollwut infiziert: In Bayern nahe der hessischen Grenze haben Experten nun zwei Tiere mit dem Virus entdeckt. (Symbolbild)

Marcus Brandt/dpa
  • In Haibach im Kreis Aschaffenburg wurden zwei tollwütige Breitflügelfledermäuse gefunden.
  • Nachgewiesen wurde das Europäische Fledermaus-Lyssavirus 1 – eine seltene Virusvariante.
  • Es sind die ersten Nachweise dieser Variante im Landkreis und der zehnte sowie elfte Fall in Bayern.
  • Die Behörde sieht keinen akuten Anlass zur Beunruhigung, rät aber zu Vorsicht mit Wildtieren.
  • Wildtiere nicht mit bloßen Händen anfassen, Kontakt zu Haustieren vermeiden; Handschuhe nutzen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwei mit Tollwut infizierte Breitflügelfledermäuse sind in Haibach im Landkreis Aschaffenburg unweit der bayerisch-hessischen Landesgrenze entdeckt worden. Das Landratsamt Aschaffenburg bestätigte den Nachweis des Erregers und gibt Hinweise zum richtigen Umgang mit Wildtieren. Für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Behörde derzeit kein akuter Grund zur Beunruhigung.

Seltene Tollwutvariante nachgewiesen

Bei den beiden gefundenen Breitflügelfledermäusen wurde das Europäische Fledermaus-Lyssavirus 1 nachgewiesen. Das teilte das Landratsamt Aschaffenburg mit. Es handelt sich um eine seltene Form des Tollwutvirus.

Nach Angaben der Behörde sind dies die ersten bekannten Nachweise dieser Virusvariante im Landkreis Aschaffenburg. Gleichzeitig handelt es sich um den zehnten und elften bestätigten Fund einer tollwutpositiven Fledermaus in Bayern.

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Bleibt eine Infektion unbehandelt, verläuft sie tödlich.

Behörde rät zu Vorsicht im Umgang mit Wildtieren

Das Landratsamt empfiehlt, Wildtiere grundsätzlich nicht mit bloßen Händen anzufassen. Ist ein Kontakt unvermeidbar, sollten Handschuhe getragen werden. Außerdem rät die Behörde dazu, den Kontakt zwischen Haustieren und auffälligen Wildtieren zu vermeiden.Trotz der aktuellen Funde besteht laut Landratsamt kein akuter Anlass zur Beunruhigung.

Wann eine Fledermaus als tollwutverdächtig gilt

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gilt eine Fledermaus als tollwutverdächtig, wenn sie sich anfassen lässt, ein auffälliges oder aggressives Verhalten zeigt oder tot aufgefunden wird.