Die rein digitale Gamescom beginnt am Mittwoch mit einer Online-Eröffnungsgala. Die größte Spielemesse der Welt findet in diesem Jahr pandemiebedingt nicht in den Kölner Messehallen, sondern in Form verschiedener Video-Livestreams im Netz statt. Den Anfang macht die Opening Night Live, in der ab 20.00 Uhr zahlreiche Neuheiten aus der Welt der Computerspiele vorgestellt werden.

Gamescom findet komplett im Netz statt

Moderiert wird die Show von Games-Journalistin Natascha Becker und US-Entertainer Geoff Keighley, der die Opening Night auch 2020 schon moderiert hatte. Zwei Millionen Menschen weltweit schauten nach Angaben der Gamescom-Veranstalter dabei zu. Bereits 2020 musste die Gamescom wegen der Corona-Pandemie komplett im Netz stattfinden. Für 2021 war die Gamescom ursprünglich als Hybrid-Veranstaltung im Netz und vor Ort geplant - allerdings im kleineren Rahmen als vor der Pandemie. Bei der bislang letzten regulären Gamescom 2019 kamen insgesamt 370.000 Besucher zu der Messe. Anfang Mai hatten die Veranstalter Koelnmesse und der Branchenverband Game aber beschlossen, die Gamescom auch dieses Jahr komplett ins Netz zu verlagern.

Das sind die Nominierten des gamescom awards 2021:

Die Gewinner folgender Plattform-Kategorien werden im Rahmen der gamescom: Opening Night Live am 25. August ab 20 Uhr bekannt gegeben.
Best Microsoft Xbox Game
  • Elden Ring, Bandai Namco Entertainment Europe
  • Far Cry 6, Ubisoft
  • Halo Infinite, Microsoft Deutschland
Best Nintendo Switch Game
  • Just Dance 2022, Ubisoft
  • Mario + Rabbids Sparks of Hope, Ubisoft
Best PC Game
  • Age of Empires IV, Microsoft Deutschland
  • Elden Ring, Bandai Namco Entertainment Europe
  • Syberia: The World Before, astragon Entertainment
  • Elden Ring, Bandai Namco Entertainment Europe
  • Tales of Arise, Bandai Namco Entertainment Europe
  • The Dark Pictures: House of Ashes, Bandai Namco Entertainment Europe
Die Gewinner folgender Genre-Kategorien und gamescom global awards werden im gamescom studio am Donnerstag, 26. August und Freitag, 27. August bekannt gegeben.
Best Action Adventure Game
  • Elden Ring, Bandai Namco Entertainment Europe
  • Mario + Rabbids Sparks of Hope, Ubisoft
  • Syberia: The World Before, astragon Entertainment
Best Action Game
  • Far Cry 6, Ubisoft
  • Halo Infinite, Microsoft Deutschland
  • Tom Clancy's Rainbow Six Extraction, Ubisoft
Best Family Game
  • Just Dance 2022, Ubisoft
  • Run Prop, Run!, PlayTogether Studio
  • Super Dungeon Maker, rokaplay
Best Indie Game
  • Dorfromantik, Toukana Interactive
  • Inua, Arte France
  • Lost in Random, Electronic Arts
Best Role Playing Game
  • Elden Ring, Bandai Namco Entertainment Europe
  • Encased, Koch Media
  • Tales of Arise, Bandai Namco Entertainment Europe
Best Simulation Game
  • Climber: Sky is the Limit, Art Games Studio S.A., A2 Softworks
  • Landwirtschafts-Simulator 22, astragon Entertainment
  • Undisclosed Title
Best Sports Game
  • Climber: Sky is the Limit, Art Games Studio S.A., A2 Softworks
  • FIFA 22, Electronic Arts
  • iders Republic, Ubisoft
Best Strategy Game
  • Age of Empires IV, Microsoft Deutschland
  • Company of Heroes 3, SEGA Europe
  • Mario + Rabbids Sparks of Hope, Ubisoft
Best Multiplayer Game
  • Halo Infinite, Microsoft Deutschland
  • Riders Republic, Ubisoft
  • The Dark Pictures: House of Ashes, Bandai Namco Entertainment Europe
Best Ongoing Game
  • Apex Legends, Electronic Arts
  • Black Desert Online, Pearl Abyss Corp.
  • Endzone - A World Apart: Prosperity, Assemble Entertainment
Most Original Game
  • Dice Legacy, Koch Media / DESTINYbit
  • Riders Republic, Ubisoft
  • tERRORbane, WhisperGames

Staatssekretär warnt vor sexueller Belästigung und Mobbing im Netz

Zu Beginn der Spielemesse Gamescom hat das Bundesjustizministerium strengere Regeln für Online-Spieleplattformen gefordert. "Wo sich Millionen vor allem junge Menschen jeden Tag bewegen und miteinander kommunizieren, darf es keine blinden Flecken beim Schutz vor Straftaten geben", sagte Justizstaatssekretär Christian Kastrop dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Kastrop warnte insbesondere vor sexueller Belästigung von Kindern und Jugendlichen und Cybermobbing. Für Online-Spieleplattformen forderte der Justizstaatssekretär "verpflichtende Regeln und starke Verbraucherrechte". In den Verhandlungen um den Digital Services Act auf EU-Ebene wolle sich die Bundesregierung dafür einsetzen. Mit dem Vorhaben will die EU die Geschäftspraktiken von Onlineplattformen genauer regeln. "Spieleplattformen müssen von den künftigen europäischen Regeln erfasst sein, damit strafbare und jugendgefährdende Inhalte sehr schnell gelöscht werden", sagte Kastrop weiter. Als "inhaltliches Vorbild" solle das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz und das kürzlich beschlossene Gesetzespaket gegen Hass und Hetze im Netz dienen. Kastrop nannte als Gefahren für Kinder und Jugendliche im Internet insbesondere Cybergrooming, also die Kontaktaufnahme mit Kindern zur Anbahnung sexueller Kontakte, und Cybermobbing. Virtuelle Räume dürften jedoch keine rechtsfreien Räume sein, forderte er. "Sexuelle Belästigung oder Bedrohungen müssen auch bei Online-Spielen wie in sozialen Medien und auf der Straße durch den Rechtsstaat konsequent verfolgt werden". Strafbewehrte Inhalte wie Hate Speech seien bei Games glücklicherweise sehr selten, sagte Felix Falk, Geschäftsführer des für die Spielebranche zuständigen Verbands Game. Diese fänden sich eher in sozialen Medien „und für solche Fälle greifen richtigerweise bereits verpflichtende Regeln sowie starke und gerade nochmals erweiterte Verbraucherrechte.“ „Darüber hinaus gehen Games-Unternehmen auf verschiedenen Wegen freiwillig auch dagegen vor, wenn es in einzelnen Spielen zu beleidigender oder diskriminierender Kommunikation kommt“, so Falk weiter. Dafür gebe es etwa Community-Manager, die Regeln durchsetzen und Verstöße sanktionieren. „Die Erfahrungen zeigen allerdings auch, dass die zuständigen Behören ihre digitalen Kompetenzen dringend weiter ausbauen müssen, um auch ihrer Aufgabe gerecht werden zu können.“