Fußball trauert um einen prägenden Co-Trainer
: Peter Hermann (74) gestorben: Was war die Todesursache der Trainer-Ikone?

Peter Hermann war über Jahrzehnte eine feste Größe im deutschen Fußball und prägte zahlreiche Spieler und Trainer. Sein Tod hat bei ehemaligen Vereinen und Weggefährten große Bestürzung ausgelöst.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Peter Hermann ist mit 74 Jahren gestorben. Der langjährige Co-Trainer litt seit Jahren an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS.

Matthias Balk/dpa

Peter Hermann ist am 19. September im Alter von 74 Jahren gestorben. Der langjährige Co-Trainer, der unter anderem mit Jupp Heynckes beim FC Bayern das Triple gewann, hatte seit Jahren mit der unheilbaren Nervenkrankheit ALS gekämpft.

ALS prägte seine letzten Jahre

Hermann starb an den Folgen Amyotropher Lateralsklerose, kurz ALS. ALS und ist eine schwere, fortschreitende Erkrankung des motorischen Nervensystems. Die Erkrankung beeinträchtigte ihn zunehmend und führte dazu, dass er seine Trainerlaufbahn im Dezember 2022 aus gesundheitlichen Gründen beendete. Trotz seiner Erkrankung blieb Hermann dem Fußball verbunden. Noch am 5. September verfolgte er im Rollstuhl das Heimspiel von Bayer Leverkusen gegen Union Berlin in der BayArena.

Große Anteilnahme im deutschen Fußball

Bei Bayer Leverkusen gedachten die Fans Hermann einen Tag nach seinem Tod beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Nach dem Abpfiff hallten „Peter-Hermann“-Rufe durch das Stadion. Auch frühere Spieler und Weggefährten würdigten den langjährigen Co-Trainer. Ulf Kirsten erinnerte an Hermann als außergewöhnlichen Trainer und Menschen. Beim FC Bayern galt er als wichtige Bezugsperson für Spieler und als unverzichtbare rechte Hand von Jupp Heynckes.

Karriere mit mehr als 1000 Spielen als Co-Trainer

Peter Hermann arbeitete während seiner Laufbahn für Vereine wie Bayer Leverkusen, den FC Bayern, Schalke 04, den Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf und Borussia Dortmund. In mehr als 1000 Spielen stand er als Co-Trainer an der Seitenlinie. Besonders eng war seine Zusammenarbeit mit Heynckes, mit dem er 2013 das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League gewann. Hermann wurde als akribischer Fachmann geschätzt, der stets ein offenes Ohr für junge wie erfahrene Spieler hatte.