Frauenfußball: Nia Künzer wird Sportdirektorin beim DFB

Nia Künzer besetzt ab 1.1.2024 den neuen Posten der Sportdirektorin für die deutschen Fußballerinnen beim DFB.
Sebastian Gollnow/dpaNia Künzer wird beim Deutschen Fußball-Bund Direktorin für den Frauenfußball. Die 43 Jahre alte Weltmeisterin von 2003 tritt das neu geschaffene Amt am 1. Januar an, teilte der DFB am Donnerstag mit. Das Frauen-Nationalteam bekommt damit wie schon länger gefordert eine eigene Verantwortliche wie Rudi Völler bei der deutschen Männer-Nationalmannschaft.
Was Nia Künzer beim DFB machen soll
„Ihr kritischer Blick, die Fähigkeit, auch andere Perspektiven einzubringen, ihre hohe soziale Kompetenz und ihr profundes Fußballwissen werden uns in diesem für den DFB hochpriorisierten Bereich voranbringen“, sagte Verbandspräsident Bernd Neuendorf in der Presseerklärung.
„Vor uns liegen große Herausforderungen. Es ist elementar für die Entwicklung in allen Bereichen, dass wir in die Erfolgsspur zurückkehren und auch wieder Titel gewinnen“, sagte Künzer in der Mitteilung. Ihre Verantwortung umfassen das Frauen-Nationalteam, das mit dem Vorrunden-Aus bei der WM im Sommer in Australien ein Debakel erlitten hatte, und die U20-Auswahl.
Zudem wird die 34-malige Nationalspielerin des 1. FFC Frankfurt wohl mit die Nachfolge für Interimsbundestrainer Horst Hrubesch klären, der das Nationalteam maximal bis zum Sommer kommenden Jahres betreut - wenn die DFB-Frauen die Olympia-Qualifikation für Paris 2024 schaffen. Der 72-Jährige war nach einer Hängepartie um die lange erkrankte Martina Voss-Tecklenburg, deren Vertrag der Verband inzwischen aufgelöst hat, eingesprungen.
Wer ist Nia Künzer?
Als Spielerin feierte Künzer 2003 ihren größten Erfolg. Im WM-Finale von Carson (USA) erzielte sie gegen Schweden per Kopf das Golden Goal zum 2:1. Sie arbeitete zuletzt als ARD-Expertin und als Dezernatsleiterin für den Bereich Integration, Sozialbetreuung und Ehrenamt im Regierungspräsidium Gießen.
(mit Material von dpa)
