Die ersten Tierhoden sind gegessen, die ersten verbalen Giftpfeile geflogen und auch die ersten Tränen längst verdrückt – bereits nach drei Tagen haben die elf selbsternannten Prominenten bei der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ im australischen Dschungel Betriebstemperatur erreicht. Die fünf wichtigsten Erkenntnisse der ersten Tage im Überblick.

1. Die „Heulsuse“ ist zurück

Wie heißt es doch so schön: Des einen Freud ist des anderen Leid. Passender könnte man die Situation nicht beschreiben, in der sich Gisele Oppermann befindet. Das Model ist offenkundig mit den Gegebenheiten im Dschungel heillos überfordert. Und das nutzen die Zuschauer schamlos aus: Bislang musste die 31-Jährige in allen Dschungelprüfungen antreten. Das Resultat: Wenig Sterne und viele, viele Tränen.

Damit macht sie ihrem Ruf als „Heulsuse“ alle Ehre. Doch nicht nur das Model ist nah am Wasser gebaut: Auch Schauspielerin Doreen Dietel brach lautstark in Tränen aus, als sie über ihr plötzliches Ende in der TV-Serie „Dahoam is Dahoam“ sprach.

2. Old but Gold – die Oldies geben Gas

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet die Camp-Rentner Peter Orloff (76) und Tommi Piper (77) blühen im Dschungel auf. Während Schlagersänger Orloff als guter Gesprächspartner glänzt, erntete Synchronsprecher Piper mit einer emotionalen Beichte den Respekt der Zuschauer. Im Gespräch mit Oppermann, deren Augen ausnahmsweise trocken blieben, berichtete Piper, wie sehr er unter der Alkoholabhängigkeit seiner Frau leidet.

3. Muskelprotz vs. „Currywurstmann“ – der Kampf bleibt spannend

Sie wandeln auf den Spuren von George Foreman und Muhammad Ali: Die Unternehmer Bastian Yotta und „Currywurstmann“ Chris Töpperwien liefern sich gerade in Australien ihr eigenes „Rumble in the Jungle“.

Die beiden Männer waren bereits vor dem Start der Sendung auf dem sozialen Netzwerk „Instagram“ aneinander geraten. Im Camp gingen die Sticheleien dann weiter. Dabei vergaßen die Streithähne nicht, ihre gegenseitige Geringschätzung zur Schau zu stellen. Am dritten Tag zeigte Töpperwien seinem Widersacher sogar den Mittelfinger.

Dabei haben die zwei eigentlich mehr gemein als ihnen lieb ist. Beide leben in den USA, haben eine Menge Geld und sind vor allem verdammt geltungsbedürftig. Gut möglich also, dass der Streit noch weiter eskaliert – und sich der verbale zu einem körperlichen Schlagabtausch entwickelt.

4. Viel Fassade, wenig Inhalt

Die Erwartungen waren immens. Mit Leila Lowfire zog eine selbsternannte Sex-Expertin ins Camp ein. Intime Gespräche und pikante Geheimnisse sollten damit an der Tagesordnung sein. Soweit die Theorie des Senders.

In der Praxis sieht das allerdings ganz anders aus. Lowfire gibt sich in der Show wortkarg und lässt die Qualen im Dschungel fast unkommentiert über sich ergehen. Und damit ist sie nicht allein.

Auch die ehemalige Erotikdarstellerin Sibylle Rauch macht kaum von sich reden. Und das obwohl die ehemalige Obdachlose eigentlich viel zu erzählen hätte. Immerhin: Noch bleibt den beiden Damen Zeit, unter der heißen Dschungel-Sonne aufzutauen.

5. Wen interessiert’s eigentlich?

Das hatte sich Sender „RTL“ wohl anders vorgestellt. Trotz diversen Neuerungen, wie 100.000 Euro Preisgeld für den Gewinner, purzelten die Einschaltquoten der Sendung im Vergleich zum Vorjahr kräftig. So erreichte die Auftaktshow „nur“ noch 5,95 Millionen Zuschauer. Zum Vergleich: 2018 hatten sich das Programm noch gut 6,5 Millionen Menschen angesehen.

Und auch in den Folgetagen büßte der luxemburgische Sender weiter ein. Am dritten Tag schalteten nur noch knapp 4,43 Millionen Menschen ein.

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