Freiburg
: Wann droht der nächste Streik bei der VAG?

Verdi hat am Montag bundesweit den kommunalen Nahverkehr bestreikt. Auch Freiburg war davon betroffen. Die Streik-Aussichten für die kommenden Wochen gibt es hier im Überblick.
Von
David Hahn
Freiburg
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Streiks im ÖPNV

Wann müssen Fahrgäste wieder mit einem Streik im Nahverkehr in Freiburg rechnen?

Thomas Frey/dpa

Der öffentliche Nahverkehr in weiten Teilen Deutschlands war am Montag wegen eines ganztägigen Warnstreiks weitgehend zum Erliegen gekommen. Bei zahlreichen kommunalen Verkehrsunternehmen blieben Busse sowie Straßen- und U-Bahnen aufgrund des Arbeitskampfes in den Depots. Nach Angaben von Verdi waren fast alle 16 Bundesländer betroffen. Auch in Freiburg stand der ÖPNV am Montag zum großen Teil still. Wann droht der nächste Streik bei Bus, Bahn und Co.?

Freiburg: Aktueller Streik bei der VAG

Der Warnstreik sorgte am Montag für erhebliche Probleme. Millionen Beschäftigte in ganz Deutschland mussten trotz eingeschränktem Nahverkehr pünktlich zur Arbeit kommen. Auch für Eltern war die Situation belastend, denn Schülerinnen und Schüler können nicht einfach zu Hause bleiben. Zusätzlich erschwerte das Wetter die Lage: In mehreren Regionen drohen weiterhin gefrierender Regen und glatte Straßen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt.

In Freiburg wurde die Verkehrs AG (VAG) am Montag, 2. Februar, ganztägig bestreikt. Der Warnstreik begann mit Betriebsstart und endete mit Betriebsschluss. In dieser Zeit fuhren keine Stadtbahnen und nur wenige Busse, auch die Schauinslandbahn blieb außer Betrieb. Betroffen waren alle von der VAG selbst betriebenen Bus- und Straßenbahnlinien. Ausnahmen gab es nur bei Fahrten privater Auftragnehmer: Die Linien 15 und 32 verkehrten weitgehend, auf den Linien 24, 33 und 34 fuhr etwa die Hälfte der Busse. Alle übrigen Bus- und sämtliche Stadtbahnlinien entfielen. Alternativen boten die Breisgau-S-Bahn sowie Regionalzüge der Deutschen Bahn und einzelne Buslinien aus dem Umland, die weiterhin planmäßig fuhren.

Freiburg: Wann droht der nächste Streik?

Nach dem Warnstreik zum Wochenstart soll es in Baden-Württemberg vorerst keine weiteren Stillstände im Nahverkehr geben. Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert betonte jedoch, dass neue Aktionen je nach Verlauf der Tarifverhandlungen jederzeit wieder möglich seien. Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen somit absehbar neue Streiks im ÖPNV in Freiburg.

Warum wird 2026 im Nahverkehr gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Mit Material der dpa