„Endlich“, werden nicht nur die Betreiber von Freibädern sagen, sondern natürlich auch hunderttausende Menschen, die nach der dunklen Zeit der Corona-Krise wieder schwimmen gehen und die Sonne genießen wollen.
Das Staatsministerium Baden-Württemberg hat jetzt offiziell mitgeteilt: Ab dem 6. Juni können
  • Schwimmbäder,
  • Hallenbäder
  • Thermalbäder
  • Spaßbäder
  • Badeseen
mit kontrolliertem Zugang ihren Betrieb in Baden-Württemberg aufnehmen.

Lange an der Lockerung für die Öffnung der Freibäder gearbeitet

Es ist damit zu rechnen, dass viele Bäder und Seen bald öffnen werden. Denn viele Betreiber von Bädern haben sich seit Wochen auf die Möglichkeit zur Öffnung vorbereitet, insbesondere, seit bekannt wurde, dass die Lockerung am 6. Juni kommen könnte. Allerdings hatten die Durchführungsbestimmungen der Landesregierung noch gefehlt.
Wie ein Sprecher des Staatsministeriums auf Anfrage sagte, hatte der zuständige Lenkungskreis bis am Mittwoch an der Verordnung gefeilt und Änderungen vorgenommen. Jetzt sind die Regeln veröffentlicht worden, der Öffnungstermin 6. Juni 2020 ist offiziell.

Unter diesen Bedingungen dürfen Bäder und Seen im Land wieder öffnen

Der Lenkungskreis der Landesregierung Baden-Württemberg hat Bedingungen beschlossen, unter denen die Bäder und Seen im Land wieder öffnen dürfen, teilt Pressesprecherin Claudia Krüger mit Hier die wichtigsten Regeln:
  • Die Zahl der "am Badebetrieb teilnehmenden Personen", beispielsweise im Becken und auf den Liegewiesen sowie die Zahl der Gäste insgesamt im Freibad muss beschränkt werden.
  • Alternativ können Bäder die einzelnen Schwimmbahnen unterteilen. Pro 50-Meter-Bahn sind laut Landesregierung zehn Schwimmer zugelassen. „Innerhalb der Bahnen ist ein Einbahnsystem einzuführen“, teilte das Sozialministerium mit.
  • Während des Badebetriebs muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen allen Menschen eingehalten werden.
  • Toiletten und Umkleiden sollen so eingerichtet werden, dass wenige Menschen miteinander in Kontakt kommen.
  • Ein Körperkontakt, insbesondere Händeschütteln und Umarmen, ist zu vermeiden
  • die Gäste eines Bades müssen - wie in Restaurants auch - ihre Kontaktdaten hinterlegen, damit gegebenenfalls die Infektionsketten nachverfolgt wreden können. Die Daten werden nach vier Wochen gelöscht.

Kritik der Bäderbranche an Landesregierung

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen kritisierte, dass die Länder sich zu viel Zeit bei den Vorgaben ließen. Dies sei nicht nur in Baden-Württemberg so, sondern auch in anderen Bundesländern, die ihre Bäder bereits geöffnet haben. „Das kann nicht sein“, sagte Geschäftsführer Christian Ochsenbauer. Mit einem eigenen Pandemieplan gibt der Verband bereits seit Wochen selbst Empfehlungen aus.
Weil die Bäderbetreiber im Südwesten auf die genauen Vorgaben der Landesregierung bis Donnerstagb warten mussten, sei für viele die Öffnung schon am Samstag zu kurzfristig, hieß es von Städten und Gemeinden. Ein Badbetreiber nannte den offiziellen Öffnungstermin ein „Fantasiedatum“.