Frederik X. von Dänemark
: Sein Brief an Donald Trump sagt alles Nötige

Obwohl es seit langer Zeit Spannungen zwischen Dänemark und Donald Trump gibt, beglückwünscht der dänische König ihn zu seinem Amtsantritt. Und er verliert dabei kein Wort zu viel.
Von
Judith Müller
Kopenhagen
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Denmark's King Frederik X gives the New Year's speech in the Frederik VIII's Palace at Amalienborg Castle in Copenhagen on December 31, 2024. (Photo by Ida Marie Odgaard / Ritzau Scanpix / AFP) / Denmark OUT

Dänemarks König Frederik X. hat dem neuen US-Präsidenten Donald Trump kurz und knapp gratuliert.

IDA MARIE ODGAARD/AFP
  • Frederik X. von Dänemark gratuliert Donald Trump zur Amtseinführung als 47. US-Präsident.
  • Der Brief ist kurz und formell, veröffentlicht auf dem Instagram-Account des dänischen Königshauses.
  • Hintergrund: Spannungen wegen Trumps Interesse an Grönland.
  • Diskussion auf Instagram: Pflicht oder Fehltritt?
  • Frederik wahrt diplomatische Etikette trotz politischer Spannungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

König Frederik X. von Dänemark hat Donald Trump zu dessen Amtseinführung als 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gratuliert. Auf dem offiziellen Instagram-Account des dänischen Königshauses wurde der Brief veröffentlicht, der bei den Followern für gemischte Reaktionen sorgte.

Der Brief: Formell und knapp gehalten

In seinem Schreiben wendet sich Frederik in einem förmlichen Ton an Donald Trump:

„An den ehrenwerten Donald J. Trump
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Anlässlich Ihrer Amtseinführung am 20. Januar 2025 als 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika möchte ich Ihnen meine aufrichtigen Glückwünsche und besten Wünsche für Sie, Ihre Familie und das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika aussprechen.

Frederik, König von Dänemark“

Unterschrieben ist der Brief schlicht mit „Frederik, König von Dänemark“. Der Text fällt äußerst kurz und neutral aus, was von einigen Kommentatoren als bewusste Entscheidung gesehen wird, angesichts der angespannten politischen Situation zwischen Dänemark und den USA.

Hintergrund: Spannungen wegen Grönland

Der Brief erscheint vor dem Hintergrund eines seit Jahren schwelenden Streits um Grönland. Donald Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit für Aufsehen gesorgt, als er das autonome Gebiet Grönland von Dänemark kaufen wollte – eine Idee, die sowohl von der dänischen Regierung als auch von der grönländischen Bevölkerung strikt abgelehnt wurde.

Dass Frederik Trump dennoch gratuliert, sehen viele Follower als unvermeidlichen Akt diplomatischer Etikette.

Follower diskutieren: Pflicht oder Fehltritt?

Die Veröffentlichung des Briefes hat auf Instagram eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Einige verteidigen Frederik und betonen, dass der Brief trotz der schwierigen Beziehungen notwendig war.

Eine Followerin schreibt:
„Für alle, die diesen Glückwunschbrief unseres großzügigen Königs Frederik infrage stellen: Das ist formell, normal – und notwendiges royales Protokoll. Einen solchen Brief nicht zu senden, wäre ein Desaster im Hinblick auf die angespannte Situation um Grönland. Unser König hat getan, was er tun musste. Aber er hat es so kurz und förmlich wie irgend möglich gehalten – ohne unhöflich zu sein. Wie alles, was König Frederik tut, hat er es sehr gut gemacht.“

Andere hingegen äußern Unbehagen über die Situation. Eine dänische Nutzerin kommentiert:
„Ich weiß, dass es Protokoll ist und dass es eine politische Katastrophe wäre, wenn das Königshaus diesen Gruß nicht senden würde, aber ugh...“

Ein amerikanischer Follower drückt sogar sein Bedauern aus:
Als Amerikaner entschuldige ich mich bei Dänemark und dem Rest der Welt. Ich kann immer noch nicht glauben, dass er gewählt wurde. An manchen Tagen möchte ich dieses Land verlassen, aber ich bleibe, um es zu retten. Meine Familie in Dänemark hält mich darüber auf dem Laufenden, wie Dänemark über dieses Desaster denkt.“

Diplomatie in schwierigen Zeiten

Die Reaktionen zeigen, wie emotional das Thema nicht nur in Dänemark, sondern auch international betrachtet wird. Frederik X. von Dänemark hat mit seinem Brief die diplomatischen Gepflogenheiten gewahrt, gleichzeitig aber auch die Grenze zur Neutralität nicht überschritten. Die Debatte unterstreicht, wie herausfordernd das Zusammenspiel von Etikette und politischen Spannungen sein kann.