Franz Untersteller ein Raser?: Baden-Württembergs Umweltminister 57 km/h zu schnell unterwegs

Der grüne Umweltminister von Baden-Württemberg, Franz Untersteller wurde anscheinend beim Rasen erwischt.
Edith Geuppert/dpa177 statt der erlaubten 120 Stundenkilometer: Wie Bild.de erfahren haben soll, war Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller am 28. November auf der A8 zwischen Stuttgart und Karlsruhe mit seinem privaten PKW unterwegs. Offenbar übersah er dabei die Tempo-Schilder. Auf dieser Strecke gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometer. Der Grüne, dessen Partei aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Umweltschutzes für ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn eintritt, war mit 177 Sachen unterwegs. Die Polizei soll Untersteller daraufhin bei Heimsheim gestoppt haben.
Umweltminister muss mit Konsequenzen rechnen
Zu Bild.de sagte Untersteller, dass es kein Kavaliersdelikt sei, die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu überschreiten. Untersteller sagte weiter, es sei auf keine Weise zu rechtfertigen und dass er sich der Konsequenzen bewusst sei.
Der Grünen-Politiker wollte die Familie seines Sohnes besuchen, der mit zwei Kindern in Frankfurt lebt. Der Minister sagte dem Blatt: „Ja, es stimmt, ich bin zu schnell gefahren und angehalten worden“. Er fügte hinzu: „Das ist natürlich kein Kavaliersdelikt, wenn man so deutlich über der vorgeschriebenen Geschwindigkeit unterwegs ist, wie ich es war.“ Auch der Wunsch, rasch seine Familie zu sehen, rechtfertige das Rasen nicht. „Es hätte mir einfach nicht passieren dürfen“, betonte Untersteller in der „Bild“-Zeitung. Die Konsequenzen würden ihm eine Lehre sein. Er erhält vier Wochen Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und muss ein Bußgeld von 240 Euro zahlen.
Der Chef der FDP im Landtag, Hans-Ulrich Rülke, sagte: „Peinlich, dass ausgerechnet der grüne Umweltminister auf der Autobahn beim Rasen mit deutlicher Geschwindigkeitsüberschreitung von 57 km/h erwischt wurde.“
Untersteller zu schnell auf der A81 unterwegs - VCD kritisiert den Minister
Der alternative Verkehrsclub VCD betonte, wer als Führungsperson für einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel werbe, müsse als Vorbild vorangehen. „Man hat eine gewisse Verantwortung, das auch zu leben, wofür man eintritt“, sagte VCD-Landeschef Matthias Lieb.