Folge des Klimawandels: Spanien stöhnt unter August-Hitze schon im Mai

Mehrere Menschen ruhen sich während der Hitze aus. (zu dpa: «Spanien: August-Hitze schon im Mai»)
Álex Zea/EUROPA PRESS/dpa- Spanien erlebt eine frühe Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad.
- Sevilla hat die zweithöchste Hitzewarnung Orange für gesundheitliche Risiken.
- Auf Mallorca liegen die Temperaturen bei angenehmen 28 Grad, Kanaren bei 25 Grad.
- Die Hitzeperiode dauert bis Sonntag, im Norden sind Hagelschauer möglich.
- Deutschland erlebt eines der trockensten Frühjahre seit 1881; extreme Temperaturen und wenig Regen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist erst Ende Mai und in weiten Teilen Spaniens herrschen bereits Temperaturen von fast 40 Grad im Schatten. In mehreren Städten des Landes wurden am Donnerstag mit Temperaturen zwischen 35 und 39 Grad Hitze-Rekorde für Ende Mai registriert, wie der staatliche Wetterdienst Aemet auf der Plattform X mitteilte.
Der menschengemachte Klimawandel macht Experten zufolge extreme Hitzeereignisse wahrscheinlicher. Sie treten zudem früher im Jahr auf.
Zweithöchste Hitzewarnung
Aemet gab für die Gegend von Sevilla in Andalusien die zweithöchste Hitze-Warnung Orange heraus. Das bedeutet „ernsthafte Risiken“ für die Gesundheit besonders von Kindern sowie älteren oder gesundheitlich geschwächten Menschen. Sehr heiß ist es aber auch etwa in Madrid oder in Saragossa. Auf der bei Deutschen besonders beliebten Urlaubsinsel Mallorca liegen die Temperaturen bei vergleichsweise angenehmen 28 Grad, auf den Kanarischen Inseln sogar nur bei 25 Grad.

Menschen gehen am Fluss Guadalquivir in Sevilla entlang. Die spanische Wetteragentur Aemet hat für diesen Freitag eine Hitzewarnung Orange für die Region um die bei Touristen beliebte Stadt herausgegeben. Die Temperaturen könnten dort auf bis zu 40 Grad Celsius steigen. (zu dpa: «Spanien: August-Hitze schon im Mai»)
María José López/EUROPA PRESS/dpaDie ungewöhnlich frühe Hitzeperiode dürfte nach der Vorhersage von Aemet noch bis mindestens Sonntag andauern und im Norden des Landes möglicherweise von heftigen Hagelschauern und Sturmböen begleitet werden.
Frühling in Deutschland viel zu trocken
Auch in Deutschland gibt es ein Wetterextrem: Das nun zu Ende gehende Frühjahr war eines der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht in seiner vorläufigen Bilanz davon aus, dass es seit 1881 in Deutschland nur zweimal zwischen Anfang März und Ende Mai weniger regnete als 2025: in den Jahren 1893 und 2011. Auch im Südwesten war das frühjahr unter den fünf trockensten seit 1881.
Im derzeit zu Ende gehenden Frühjahr fielen bundesweit nur rund 96 Liter Regen pro Quadratmeter. Der DWD ordnet dies als extreme Trockenheit ein. Im Jahr 1893 waren demnach 85,3 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen worden, 2011 waren es 89,5 Liter.
Am 2. Mai gab es den Angaben zufolge in Waghäusel (Kreis Karlsruhe) den bundesweit ersten heißen Tag mit 30,4 Grad. Für Samstag sagen die DWD-Experten im Oberrheingraben die bundesweit höchste Frühjahrstemperatur von 31 Grad voraus. Mit 665 Stunden habe die Sonne bisher ungewöhnlich oft geschienen.
Viel zu wenig Regen
Geregnet habe es hingegen viel zu selten: In den letzten drei Frühlingsmonaten seien in Summe nur gut 112 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das vieljährige Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 liegt bei 243 Liter, hieß es weiter. Gleichzeitig seien am vergangenen Mittwoch in Wilhelmsfeld im Rhein-Neckar-Kreis bei Starkregen rund 86 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen - die in diesem Frühjahr bisher bundesweit höchste Tagesmenge.
Auch bundesweit ist das nun zu Ende gehende Frühjahr eines der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut der vorläufigen DWD-Bilanz hat es seit 1881 nur zweimal zwischen Anfang März und Ende Mai weniger geregnet als 2025 - nämlich in den Jahren 1893 und 2011.
