Flut in Australien
: Video zeigt Ausmaß der Überschwemmung

Starkregen hat im Osten Australiens heftige Überschwemmungen ausgelöst. Ein Video zeigt, wie im Bundesstaats New South Wales ganze Straßen unter Wasser stehen.
Von
Florian Huth
Sydney
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This frame grab from a handout video footage taken between May 21 and 22, 2025 and released on May 22, 2025 by the New South Wales (NSW) Police Force shows a police helicopter rescue in flooded areas near the NSW town of Taree. Rising floodwaters stranded more than 50,000 people in eastern Australia on Thursday, as torrential rain pummelled water-logged towns for a second day and engorged rivers swallowed roads, leaving two dead. (Photo by Handout / NEW SOUTH WALES POLICE / AFP) / ----EDITORS NOTE ----RESTRICTED TO EDITORIAL USE MANDATORY CREDIT " AFP PHOTO / NEW SOUTH WALES POLICE" NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Heftiger Starkregen hat Teile Australiens überschwemmt.

HANDOUT/AFP

Tagelanger Starkregen hat in Teilen Australiens heftige Überschwemmungen verursacht. In der Stadt Taree etwa 300 Kilometer nördlich von Sydney stieg das Hochwasser so stark an, dass sich einige Menschen in der Nacht auf die Dächer ihrer Häuser retten mussten.

Australien Überschwemmungen: Video zeigt Ausmaß

In Teilen von New South Wales regnete es nach Angaben der Behörden in zwei Tagen so viel wie in den vier Monaten zuvor. Die Böden könnten so viel Wasser auf einmal nicht aufnehmen, sagte der Katastrophenschutzminister von New South Wales, Jihad Dib. Auch Flüsse seien über die Ufer getreten.

Ein Video, das von Newsportal ABC News Australia veröffentlicht wurde, zeigt, wie die Wassermassen eine Überschwemmung auslösen.

In Taree fielen seit Montag 415 Liter Regen pro Quadratmeter - mehr als das Vierfache der durchschnittlichen Niederschlagsmenge im Mai. Der Pegelstand des Flusses in der Stadt erreichte am Mittwoch 6,30 Meter - der bisherige Höchststand aus dem Jahr 1929 wurde damit überschritten.

Notlage in New South Wales „unglaublich dynamisch“

Der Leiter der Rettungsdienste in New South Wales, Dallas Byrnes, sagte, die Notlage sei „unglaublich dynamisch“ und weite sich immer weiter aus. Allein in der Nacht zu Mittwoch habe es mehr als 150 Rettungsaktionen gegeben. „Viele Menschen wurden von Dächern und aus den oberen Stockwerken von Häusern gerettet“, sagte Byrnes im Fernsehsender ABC.

Schlechtes Wetter behindert die Helfer

Auch den Helfern macht das schlechte Wetter zu schaffen. Vor allem Rettungsaktionen aus der Luft seien „sehr gefährlich“. „Es kann sein, dass die Flugzeuge den ganzen Tag nicht fliegen können“, sagte Byrnes. Das Katastrophenschutzbehörde befürchtet, dass rund 16.000 Menschen oder 7400 Haushalte frühestens am Donnerstag erreicht werden können. In den kommenden 48 Stunden wird zudem mit weiteren heftigen Regenfällen gerechnet, stellenweise bis zu 200 Liter pro Quadratmeter. Wissenschaftlern zufolge führt der Klimawandel in Australien zu häufigeren und heftigeren Extremwetterereignissen.