Sie ist klein, sie ist penetrant und sie ist nervig: Die Fruchtfliege zählt zu den ungebetenen Gästen des Sommers. Die kleinen Insekten nisten sich in den Obstkörben und Mülleimern ein und vermehren sich rasant.

Fliegeneier auf dem Obst im Supermarkt

Das Gemeine: Die Eier der Fruchtfliegen sitzen bereits auf dem Obst im Supermarkt. Die Kunden kaufen die Fruchtfliegen also automatisch dazu – ohne, dass sie es wissen. Denn die Eier sind so klein, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht erkennt.

Fruchtfliegen nutzen Obst als Brutstätte

Ein weiteres Problem: Die Fliegen haben einen exzellenten Geruchssinn. Sie riechen Äpfel, Pfirsiche und andere Obstsorten von weitem. Besonders, wenn die Früchte feucht oder überreif sind. Lässt man das Fenster einen Spalt offen, schwirren sie herein.

Die Fruchtfliegen nutzen das Obst, um ihre Eier abzulegen. Zudem dient es als Nahrungsquelle. Entsprechend lästig ist es, die Plagegeister wieder loszubekommen. Doch es gibt simple Methoden, der Fliegenplage Herr zu werden. Wir stellen die fünf effektivsten Tipps vor.

Tipp 1: Die Fliegen-Falle mit Bier und Spülmittel

Das Gute an den Fliegen ist: So schnell sie ins Haus kommen, so schnell bekommt man sie normalerweise wieder aus dem Haus. Es genügen dafür eine Falle und ein geeigneter Köder.

Zum Beispiel ein Glas Bier. Die Fliegen lieben Bier – vor allem die enthaltene Hefe. Für die Falle also Bier mit Spülmittel mixen. Das Bier lockt die Fliegen an. Das Spülmittel lässt sie darin ertrinken. Wichtig: Das Glas in die Küche stellen, um möglichst viele zu erwischen. Übrigens: Der Tipp funktioniert auch mit Apfelessig oder Fruchtsäften als Köder.

Tipp 2: Die tierliebe Fliegen-Falle mit Obst und Frischhaltefolie

Etwas mehr Aufwand, dafür weniger tote Fliegen und ein besseres Gewissen – das verspricht der nächste Tipp. Dafür benötigt man:

  • eine Schüssel,
  • eine Frischhaltefolie
  • einen Köder – etwa einen feuchten Pfirsich oder einen Apfelbutzen.

Der Aufbau ist wieder simpel: Den Köder in die Schüssel geben, sie mit Frischhaltefolie abdecken. Danach mit einer Gabel kleine Löcher in die Folie stechen. Fertig ist die Falle. Die Fliegen werden von den Früchten angelockt, kommen durch die Löcher in die Schüssel. Allerdings sind sie nicht intelligent genug, um wieder herauszufliegen. Sie sind in der Schüssel gefangen.

Lässt man die Falle einige Stunden stehen, haben sich bereits etliche Fliegen angesammelt. Dann einfach die Schüssel nehmen, aus dem Haus gehen und die Fliegen in die Freiheit entlassen. Aber aufgepasst! Die Schüssel nicht am Küchenfenster entleeren. Sonst kommen die Fliegen postwendend zurück.

Tipp 3: Mit Weihnachtsdeko gegen Fruchtfliegen

Fruchtfliegen hassen Weihnachtsgerüche. Marzipan und Nelken können sie nicht ausstehen. Daher helfen Marzipanaroma und mit Nelken gespickte Zitrusfrüchte. Die Dufthelfer zum Obst stellen – schon hat man eine effektive Abschreckung. Dennoch sollte man sich die Frage stellen, ob die Wohnung im Sommer tatsächlich nach Weihnachten duften soll. Wer damit keine Probleme hat, dem hilft der Tipp sicherlich.

Tipp 4: Fertige Fallen online bestellen

Für die Bastelhasser: Ja, es gibt auch fertige Fliegenfallen zu kaufen. Die bekannteste heißt Trapango. Sie kostet circa zehn Euro. Der Lieferumfang: Ein Behälter und ein Plastiktrichter. In den Behälter legt man einen Köder. Danach befestigt man den Trichter im Behälter. Die Idee dahinter ist identisch mit der selbstgebauten Falle: Die Fliegen werden angelockt, schlüpfen durch die kleinen Ritzen im Trichter in den Behälter. Dort bleiben sie, weil sie nicht schlau genug sind, wieder durch die Ritzen herauszufliegen.

Wer lieber andere für sich arbeiten lässt: Fleischfressende Pflanzen helfen gegen die Fruchtfliegen. Die beliebtesten Pflanzen: Fettkraut, Sonnentau und die Venusfliegenfalle. Der Vorteil: Man kann sie problemlos in die Küche stellen. Sie bekämpfen die Plage – und sehen dabei auch noch gut aus.

Tipp 5: Obst im Kühlschrank lagern

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Um ein Fliegenfiasko zu vermeiden, reicht es meistens, das Obst in den Kühlschrank zu stellen. Dort fühlen sich die Tiere gar nicht wohl, vermehren sich kaum. Aber Vorsicht: Auch manche Früchte vertragen die Kälte nicht.Besonders exotische Obstsorten sind die niedrigen Temperaturen nicht gewöhnt. Banane, Mango und Papaya verlieren schneller den Geschmack oder verfaulen. Heimisches Obst – wie Äpfel oder Birnen – kann hingegen bedenkenlos in den Kühlschrank gestellt werden.