Fischsterben
: Deutschland und Polen beraten über Umweltkatastrophe an der Oder

Noch immer ist nicht klar, warum tausende Fische in der Oder sterben mussten. Heute beraten sich Bundesumweltministerin Steffi Lemke und ihre polnische Kollegin.
Von
dpa
Bad Saarow
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Tote Fische haben sich an einem Wehr im deutsch-polnischen Grenzfluss Westoder, nahe dem Abzweig vom Hauptfluss Oder, auf der Wasseroberfläche gesammelt.

Patrick Pleul/dpa

Vor dem Hintergrund des dramatischen Fischsterbens in der Oder beraten Deutschland und Polen am Montag (29.8.) mögliche Ursachen und weitere Schritte. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) und ihre polnische Amtskollegin Anna Moskwa kommen dazu im brandenburgischen Bad Saarow zu einem Deutsch–Polnischen Umweltrat zusammen. In dem deutsch–polnischen Grenzfluss sind massenhaft tote Fische entdeckt worden.

Wie Lemke in einem Interview sagte, geht sie von einer menschengemachten Gewässerverschmutzung aus — vermutlich in Kombination mit Hitze. Beim Umweltrat werden nach Angaben aus dem Brandenburger Umweltministerium erste Ergebnisse einer bilateralen Expertengruppe zum Fischsterben vorgestellt. Zu weitere Themen des Treffens zählen die Suche nach einem Atommüll–Endlager in Deutschland und die polnische Atomkraftnutzung.