Feuer unter Kontrolle
: Waldbrand gelöscht, aber: „Bitte verzichten Sie möglichst aufs Duschen“

Tausende Quadratmeter Mischwald sind in Südosthessen in Brand geraten. Inzwischen ist das Feuer bei Rodenbach unter Kontrolle. Wegen des hohen Wasserbedarfs für die Löscharbeiten gibt es einen Aufruf.
Von
dpa
Rodenbach
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In dem betroffenen Waldgebiet bei Rodenbach stehen Nachlöscharbeiten an.

Andreas Arnold/dpa
  • Großer Waldbrand bei Rodenbach in Südosthessen – Feuer ist unter Kontrolle.
  • Wasserversorger ruft Freigericht, Bruchköbel und Langenselbold zum Sparen auf.
  • Bitte möglichst nicht duschen oder baden und keine Gärten bewässern, heißt es.
  • Bedarf ist hoch wegen Brandausdehnung und wochenlanger Trockenheit in der Region.
  • Glutnester werden nachgelöscht; Brandstiftung wird als Ursache nicht ausgeschlossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen eines großen Waldbrandes bei Rodenbach in Südosthessen und des hohen Wasserbedarfs hat ein Wasserversorger im Main-Kinzig-Kreis die örtliche Bevölkerung zum Wassersparen aufgerufen. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, heißt es in einer Warnmeldung des Landkreises. „Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.“ Der Verbrauch solle auf „das absolut Notwendigste“ reduziert werden. Der Aufruf richtet sich an die Bewohner von Freigericht, Bruchköbel sowie Langenselbold und Umland.

Die Warnung vom Abend galt am Dienstag zunächst weiter. Grund für die Situation sei zum einen die große Ausdehnung des Brandes und damit verbunden der hohe Wasserbedarf gewesen, aber auch die angespannte Versorgungslage angesichts der wochenlangen Trockenheit in der Region, sagte der Landkreis-Sprecher. Mittlerweile laufe zwar wieder mehr Wasser in die Hochbehälter, als abgezapft werde, dennoch werde die Warnung vorläufig aufrechterhalten.

Brandstiftung als Ursache nicht ausgeschlossen

Der Großbrand nahe Rodenbach hatte auf einer Waldfläche von rund 55 Hektar gewütet, ist aber mittlerweile unter Kontrolle. Nun stehe für die Feuerwehr die Bekämpfung von Glutnestern an, sagte der Sprecher. 

Am Montag waren gleich an mehreren Stellen in dem Waldstück Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Bei den Löscharbeiten war neben mehreren Hubschraubern auch ein Löschflugzeug im Einsatz. Die Polizei hat Brandstiftung als Ursache für die Feuer nicht ausgeschlossen. 

Auch im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis gab es einen Waldbrand. Hier hatten zwischen Hohenstein-Breithardt, Born und Bad Schwalbach-Adolfseck rund 8.000 Quadratmeter Wald in Flammen gestanden. Laut Brand- und Katastrophenschutz kam es zu einem Großeinsatz, bei dem drei Feuerwehrleute leicht verletzt wurden.

Nach ersten Schätzungen soll eine Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern betroffen gewesen sein.

Andreas Arnold/dpa