Ferrari Luce Preis
: Wie viel das Modell kosten soll

Mit dem „Luce“ bringt Ferrari erstmals ein rein elektrisches Modell auf den Markt. Hier gibt es die wichtigsten Informationen zu dem Wagen im Überblick.
Von
David Hahn
Maranello
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Ferrari Luce Außenansicht: HANDOUT - Ferraris Zeitenwende: Mit dem Luce präsentiert Ferrari sein erstes rein elektrisches Modell. (zu dpa: «Luce: So sieht der erste Elektro-Ferrari aus») Foto: Ferrari/dpa-mag - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des vorstehenden Credits - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Mit dem Luce präsentiert Ferrari sein erstes rein elektrisches Modell.

Ferrari/dpa-mag/dpa

Ferrari wagt den Schritt in die vollelektrische Zukunft. In Rom hat der italienische Sportwagenhersteller den „Luce“ präsentiert und damit das erste Serienmodell der Marke ohne Verbrennungsmotor. Der viertürige Fünfsitzer steht nicht nur für einen technischen Kurswechsel, sondern auch für eine neue Preisdimension im Markt für Elektroautos. Was ist zu dem Modell aktuell bekannt?

Preis: Wie viel kostet der Ferrari Lece?

Schon der Einstiegspreis macht deutlich, an wen sich das Modell richtet: Ferrari nennt einen Grundpreis von rund 550.000 Euro. Branchenanalysten gehen allerdings davon aus, dass viele Fahrzeuge durch individuelle Ausstattung deutlich teurer werden. Preise von mehr als 700.000 Euro gelten deshalb als möglich.

Ferrari positioniert den Luce im obersten Luxussegment

Mit diesem Preis bewegt sich der Luce oberhalb vieler anderer Elektroautos im Luxussegment. Selbst Modelle wie der Rolls-Royce Spectre bleiben darunter. Ausgenommen sind wenige elektrische Supersportwagen in Kleinserie wie der Rimac Nevera, der in einer anderen Preiskategorie liegt.

Ferrari: Aktie rutscht nach Vorstellung ab

An den Finanzmärkten wurde die Vorstellung des Elektro-Ferrari zunächst zurückhaltend aufgenommen. Die Aktie des Unternehmens verlor nach der Präsentation zeitweise mehr als sechs Prozent. Anleger äußerten Zweifel daran, ob sich mit einem Elektroauto dieser Preisklasse größere Verkaufszahlen erzielen lassen.

Die Analysten von Equita erklärten dazu: „Wir bleiben bei der Einschätzung, dass ein Elektromodell mit hohem Preis (...) keine bedeutenden Volumina erzeugen wird“. Zugleich betonten sie, entscheidend sei, dass Ferrari auch mit Elektroantrieb sein Image für Qualität und Leistung bewahre.

Andere Experten bewerten den Schritt positiver. Die Bank Akros verweist darauf, dass Ferrari mit dem Luce neue Käufergruppen erreichen könnte. Konzernchef Benedetto Vigna erwartet laut Akros, dass etwa die Hälfte der Bestellungen von Neukunden kommen soll.

Technische Details: Über 1000 PS und 500 km Reichweite

Technisch setzt Ferrari auf ein ungewöhnliches Konzept. Der Luce besitzt vier Elektromotoren – jeweils einen an jedem Rad. Zusammen leisten sie 770 Kilowatt beziehungsweise 1047 PS. Trotz eines Gewichts von 2,26 Tonnen soll der Wagen in 2,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und mehr als 310 Kilometer pro Stunde erreichen.

Die Batterie hat eine Kapazität von 122 Kilowattstunden. Ferrari gibt die Reichweite mit mehr als 530 Kilometern an. Die maximale Ladeleistung soll bei bis zu 350 Kilowatt liegen.

Design

Auch beim Design geht Ferrari neue Wege. An der Gestaltung war unter anderem der frühere Apple-Designchef Jony Ive beteiligt. Große Glasflächen, gegenläufig öffnende Türen und eine auffällige Karosserie prägen das Erscheinungsbild. Im Innenraum setzt Ferrari wieder stärker auf klassische Tasten statt ausschließlich auf Touchscreens.

Ferrari kommt vergleichsweise spät mit einem Elektroauto

Im Vergleich zu einigen Konkurrenten bringt Ferrari sein erstes vollelektrisches Modell vergleichsweise spät auf den Markt. Mehrere Luxusautohersteller hatten ihre Elektropläne zuletzt bereits verlangsamt, weil die Nachfrage schwächer ausfiel als erwartet. Ferrari verkauft nach eigenen Angaben inzwischen fast die Hälfte seiner Fahrzeuge als Hybridmodelle.

Ursprünglich hatte das Unternehmen angekündigt, dass bis 2030 rund 40 Prozent der Modelle vollelektrisch sein sollen. Dieses Ziel wurde später auf 20 Prozent reduziert.

Der Luce gilt dennoch als strategisch wichtiges Modell für die Marke. Verwaltungsratschef John Elkann erklärte, das Fahrzeug trage die Werte, die Ferrari weltweit erkennbar machten, in die Zukunft. Produziert wird der Wagen in einem neuen Werk in Maranello. Die ersten Fahrzeuge sollen im letzten Quartal 2026 ausgeliefert werden.

Mit Material der dpa und AFP