Schock in der Schauspieler-Szene und bei den Fans! Der Münchner Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow ist mit nur 34 Jahren gestorben. Bekannt wurde Schmidt-Modrow durch Serien wie „Sturm der Liebe“ und „Dahoam is Dahoam“, in der er seit 2017 die Rolle des Pfarrer Simon Brandl verkörperte. Außerdem spielte er in „Eine ganz heiße Nummer“ mit. Der Schauspieler war zudem Teil des Singspiel-Ensembles auf dem Nockherberg in München.

Medien: Schmidt-Modrow soll in Bremerhaven an Riss in der Speiseröhre gestorben sein

Zuerst hatte unter anderem die AZ aus München über den Tod von Ferdinand Schmidt-Modrow berichtet. Dem Bericht zufolge soll der aus Aichach stammende Schauspieler in Bremerhaven gestorben sein. Über die genaue Todesursache war abgesehen von Aussagen über eine „Unerkannte Vorerkrankung“ zunächst nichts bekannt geworden. Am Samstag berichtet die AZ dann, dass die Todesursache geklärt sei: Demnach starb der populäre Schauspieler an einem Riss in der Speiseröhre. Das habe ein Freund des TV-Stars dem Blatt berichtet. Ob es sich dabei möglicherweise um das so genannte Boerhaave-Syndrom handelt, wurde nicht bekannt.

Kollegen und Freunde des Schauspielers sind unter Schock und in tiefer Trauer, wie unter anderem ein Post von „Dahoam is dahoam“ auf Facebook zeigt.

Ferdinand Schmidt-Modrow hatte eine nicht erkannte Vorerkrankung

Eine Schauspielerin soll der AZ gegenüber geäußert haben: „Wir können das alle noch gar nicht glauben. Es ist alles noch völlig unklar und unbeschreiblich. Die Trauer ist unbegreiflich.“ Auch der BR, wo „Dahoam is dahoam“ ausgestrahlt wird, äußerte sich der DPA gegenüber. Die Familie habe den Sender über den Tod informiert, sagte ein BR-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Todesursache sei den Angaben der Familie zufolge eine „nicht erkannte Vorerkrankung“ gewesen. Der 34-Jährige sei bereits am Mittwoch gestorben.

Auch die Agentur Heppeler sprach von einer nicht erkannten Vorerkrankung. Die Agentur des jungen Schauspieler veröffentlichte auf ihrer Internetseite ein bewegendes Statement mit dem Titel „Unser Ferdi“: Darin heißt es: „Ferdinand Schmidt-Modrow, unser Ferdi, ist am 15. Januar völlig unerwartet verstorben. Eine nicht erkannte Vorerkrankung hat ihn jäh aus dem Leben gerissen. Wir sind bestürzt und tief traurig. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.

Auf der Homepage der Agentur Heppeler, die Ferdinand-Schmidt-Modrow betreute, steht ein bewegendes Statement.
Auf der Homepage der Agentur Heppeler, die Ferdinand-Schmidt-Modrow betreute, steht ein bewegendes Statement.
© Foto: Screenshot

Notfall im Urlaub auf Nordseeinsel Wangerooge

„Bild“ berichtet, der Schauspieler sei im Urlaub auf der Nordseeinsel Wangerooge gewesen und plötzlich krank geworden. Ein Hubschrauber habe ihn ins Krankenhaus nach Bremerhaven geflogen, wo er später gestorben sei. Nach Angaben der AZ soll Ferdinand Schmidt-Modrow schon auf dem Flug ins Krankenhaus kollabiert sein. Im Krankenhaus sei er dann ins Koma versetzt worden, aber wenig später an den Folgen des Speiseröhrenrisses gestorben sein.

Beliebter Star in „Sturm der Liebe“: Ferdinand Schmidt-Modrow als Cousin Berti in Telenovela

2016 spielte Schmidt-Modrow in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ mit. Als Cousin der damaligen Staffel-Hauptrolle Sebastian Wegener (Kai Albrecht) wurde er so einem breiten TV-Publikum bekannt. Seine Rolle Bertram „Berti“ Liebig war sieben Folgen lang zu sehen.

Sein Filmdebüt hatte Ferdinand Schmidt-Modrow 2005 im Film „Grenzverkehr“ von Stefan Betz. Des Weiteren spielte er in den Filmen „Beste Zeit“ (2007) und der Fortsetzung „Beste Gegend“ (2008) von Marcus H. Rosenmüller mit. Für die Rolle des „Rocky“ im Film „Beste Zeit“ wurde Schmidt-Modrow 2007 für den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Bester Nachwuchsschauspieler nominiert. 2008 war Schmidt-Modrow in der Verfilmung von „Die Welle“ zu sehen. Er absolvierte seine Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule.

Noch im Dezember 2018 erzählte der Schauspieler bei Youtube in einem Video-Selfie von “Dahoam is Dahoam“ über sich und seine Rolle und beantwortete die Fragen von Fans.

Youtube Ferdinand Schmidt-Modrow über seine Rolle

Ilse Aigner bekundet Trauer zum Tod Schmidt-Modrows

Wie die AZ weiter berichtet, hat auch die bayrische Landtagspräsidentin Ilse Aigner sich zum Tod Ferdindand Schmidt-Modrows geäußert. Erst vor wenigen Wochen hätten die beiden gemeinsam vor der Kamera gestanden. Der Schauspieler hatte in der Vergangenheit als „Page Vincent“ mehrere kleine Filme für den bayerischen Landtag gedreht.

Viele Kollegen, Familie und Freunde trauern um Ferdinand Schmidt-Modrow.
Viele Kollegen, Familie und Freunde trauern um Ferdinand Schmidt-Modrow.
© Foto: Screenshot: Instagram; Quelle: Ferdinand Schmidt-Modrow

„Mit tiefer Betroffenheit habe ich vom Tode Ferdinand Schmidt-Modrows erfahren. Die traurige Nachricht hat bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landtagsamts und bei mir persönlich große Bestürzung ausgelöst. Es macht uns fassungslos, wenn ein junger Mensch so plötzlich von uns gehen muss. [...] Dass er nun nicht mehr bei uns sein wird, macht uns unendlich traurig. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden. Wir wünschen Ihnen Kraft und Beistand in dieser traurigen Zeit“, sagte Aigner.