FC Bayern München gegen RB Leipzig
: Wie kommt man trotz Streik zum Spiel?

Am Mittwoch wird in München der Nahverkehr bestreikt. Wie Fans trotzdem zum DFB-Pokal-Viertelfinale kommen.
Von
Lukas Böhl
München
Jetzt in der App anhören
Bayern München - Union St. Gilloise: ARCHIV - 21.01.2026, Bayern, München: Fußball: Champions League, Bayern München - Union St. Gilloise, Vorrunde, 7. Spieltag, Allianz Arena. Die leere Südkurve des FC Bayern München ist während dem Spiel mit dem Banner "Gegen Kollektivstrafen - Für eine lebendige Fankultur" zu sehen. Die UEFA hatte nach erneuten Pyrotechnik-Vorfällen eine Sperrung der Blöcke 111 bis 114 verhängt, die der Klub aus organisatorischen Gründen auf den gesamten Unterrang ausgeweitet hat. Diesmal könnten aus anderen Gründen Plätze leer bleiben. (zu dpa: «Wegen Streiks: Wie regelt München die Anreise für Pokal-Hit?») Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

So kommen Fans am Mittwoch ins Stadion.

Tom Weller/dpa

Das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig findet am Mittwochabend trotz des angekündigten Warnstreiks im Münchner Nahverkehr statt. Anstoß in der Allianz Arena ist um 20.45 Uhr, das Stadion ist ausverkauft. Weil der Streik große Teile des öffentlichen Verkehrs lahmlegt, haben Polizei, MVG, FC Bayern und die Allianz Arena ein Sonderkonzept für die An- und Abreise vereinbart.

Streik bei der MVG: U-Bahn, Tram und Busse betroffen

Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch, 11. Februar, einen ganztägigen Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) angekündigt. Betroffen sind U-Bahn, Tram und Buslinien bis zur Nummer 199. Der Streik beginnt um 3.30 Uhr und endet am Donnerstag um 3.30 Uhr. Im Normalfall bleibt die U-Bahn am Streiktag komplett außer Betrieb. Wegen des Pokalspiels gibt es jedoch eine Ausnahme.

U-Bahn fährt eingeschränkt

Damit Fans die Allianz Arena erreichen können, richtet die MVG einen Sonderbetrieb ein: Zwischen Marienplatz und Fröttmaning fahren U-Bahnen ab 17.30 Uhr bis Betriebsschluss in enger Taktung, wie es sonst bei Bayern-Heimspielen üblich ist. Alle Bahnhöfe auf diesem Abschnitt sind für den Zustieg geöffnet.

Die Verantwortlichen empfehlen eine möglichst frühe Anreise, um Gedränge kurz vor Spielbeginn zu vermeiden. Die Allianz Arena öffnet am Mittwoch bereits um 18.30 Uhr und bleibt länger geöffnet, um die Abreise nach dem Spiel zu entzerren.

Shuttlebusse werden verstärkt eingesetzt

Zusätzlich zu den Sonder-U-Bahnen wird der Busverkehr verstärkt. Der übliche Transfer ab der S-Bahn-Station Donnersbergerbrücke wird aufgestockt: Die Busse fahren ab 16.30 Uhr. Ziel ist diesmal nicht direkt die Allianz Arena, sondern die U-Bahn-Station Kieferngarten. Von dort ist das Stadion zu Fuß erreichbar. Nach dem Spiel sollen bei Bedarf Busse vom Kieferngarten direkt zum Karlsplatz (Stachus) fahren. Dort besteht Anschluss Richtung Innenstadt und Hauptbahnhof. Außerdem werden vom Parkplatz des FC Bayern Campus, rund zwei Kilometer von der Arena entfernt, zusätzliche Shuttlebusse eingesetzt.

S-Bahn fährt

Die S-Bahn wird nicht bestreikt, weil sie nicht zur MVG gehört. Allerdings ist der Betrieb am Mittwochabend ab 22.20 Uhr stark eingeschränkt. Grund sind Bauarbeiten an der zweiten Stammstrecke. Für viele Fans könnte das problematisch werden, weil die Rückfahrt nach Spielende deutlich komplizierter ausfallen kann. Die Verantwortlichen raten deshalb, die Heimreise frühzeitig zu planen.

MVG und Polizei: Geduld und Rücksichtnahme nötig

MVG und Polizei rechnen trotz Sonderkonzept mit Verzögerungen und Engpässen. Fans werden gebeten, geduldig zu bleiben und Rücksicht zu nehmen. Vor allem unmittelbar vor Anpfiff könnte es auf dem U-Bahn-Abschnitt Richtung Fröttmaning voll werden. Da sich die Lage im Streikfall kurzfristig ändern kann, empfiehlt die MVG, sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Die wichtigsten Infos gibt es auf mvg.de unter „Aktuelle Störungen“ oder in der App MVGO.