Expertin über Kontroll-Aktion: „Blitzermarathon wirkt nicht dauerhaft“

Wie hier in Stuttgart müssen sich Autofahrer an vielen Stellen in Deutschland auf Geschwindigkeitskontrollen einstellen. (Archivfoto)
Bernd Weißbrod/dpa- Polizei startet eine Kontrollwoche: In fast allen Bundesländern läuft ein Blitzermarathon.
- Berlin macht diesmal mit. Die Aktion beginnt am Montag und endet am kommenden Sonntag.
- GDV-Unfallforscherin: Kurzfristige Wirkung, danach lässt die Disziplin schnell nach.
- Empfehlung der Expertin: Nachhaltige Sicherheit durch feste und mobile Blitzer kombinieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Von Montag an ist die Polizei wieder Temposündern auf der Spur: Ob verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in einem befristeten Zeitraum wie bei der nun anstehenden Kontrollwoche eine langfristige Wirkung haben, gilt als zweifelhaft. „Ein Blitzermarathon sorgt für eine kurzzeitige Aufmerksamkeit für das Thema Geschwindigkeit. Das ist erst einmal eine gute Sache, aber es wirkt nicht dauerhaft“, sagte die Leiterin der Unfallforschung im Gesamtverband der Versicherer (GDV), Kirstin Zeidler, der Deutschen Presse-Agentur.
„In dem Zeitraum wird dann sehr diszipliniert gefahren, weil man Sorge hat, erwischt zu werden. Wir wissen aber auch, dass die Sensibilisierung kurz danach wieder nachlässt.“
Feste und mobile Blitzer in Kombination
Die Polizei startet am Montag in fast allen Bundesländern einen sogenannten Blitzermarathon. Er läuft bis zum kommenden Sonntag. Anders als zuletzt ist diesmal auch Berlin daran beteiligt.
Kirstin Zeidler plädiert für konsequente Kontrollen über die „Speedweek“ hinaus: „Nachhaltigkeit erreicht man durch eine Mischung von festen und mobilen Blitzern“, so die Expertin.
