Ex-Prinz Andrew festgenommen: Erste Worte von König Charles III. nach Verhaftung seines Bruders

König Charles III. äußert sich erstmals öffentlich zur Festnahme seines Bruders Andrew Mountbatten-Windsor.
picture alliance/dpa/AP, Joanna ChanNach der Festnahme seines Bruders hat Charles III. erstmals öffentlich Stellung bezogen. In einem offiziellen Statement reagierte der Monarch auf die Verhaftung von Andrew Mountbatten-Windsor wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch.
Andrew war am Donnerstag von der Polizei festgenommen worden. Zuvor hatte die zuständige Behörde mitgeteilt, man prüfe eine Beschwerde wegen der mutmaßlichen Weitergabe vertraulicher Informationen im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
„Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen“
In seiner Erklärung betonte Charles, er habe die Nachricht „mit größter Besorgnis“ aufgenommen. Wörtlich heißt es:
„Was nun folgt, ist der vollständige, faire und ordnungsgemäße Prozess, durch den diese Angelegenheit in angemessener Weise und durch die zuständigen Behörden untersucht wird.“
Weiter stellte der König klar: „Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen.“ Zugleich sicherte er den Ermittlungsbehörden die „volle und uneingeschränkte Unterstützung und Kooperation“ zu. Weitere Kommentare werde er während des laufenden Verfahrens nicht abgeben. Abschließend betonte Charles, dass er und seine Familie weiterhin ihren Pflichten im Dienst der Öffentlichkeit nachkommen würden.
Polizei bestätigt Ermittlungen
Auch die zuständige Polizeibehörde, Thames Valley Police, veröffentlichte eine ausführliche Mitteilung. Demnach wurde am 19. Februar ein Mann in den Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Zudem laufen Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk. Der Verdächtige befinde sich weiterhin in Polizeigewahrsam.
Assistant Chief Constable Oliver Wright erklärte, nach einer gründlichen Prüfung sei nun offiziell ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Man sei sich des erheblichen öffentlichen Interesses bewusst, wolle jedoch die Integrität der Untersuchung wahren.
Andrew hatte Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein in der Vergangenheit stets bestritten. Zu den jüngsten Vorwürfen äußerte er sich bislang nicht.
Quelle: BBC

