Carola Rackete: Die Spitzenkandidatin der Linken bei der Europawahl 2024 im Porträt

Carola Rackete ist eine der Spitzenkandidat*innen bei der Europawahl 2024.
Sebastian Gollnow/dpaIm Juni tritt Carola Rackete als eine der Spitzenkandidat*innen der Linken bei der Europawahl 2024 an. Was die Aktivistin, Kapitänin und freiberufliche Ökologin dazu bewegt, in das Europäische Parlament einzuziehen, ist in diesem Steckbrief nachlesbar.
Carola Rackete im Steckbrief: Familie, Studium und Herkunft
- Name: Carola Rackete
- Geburtstag: 8. Mai 1988
- Geburtsort: Preetz
- Staatsangehörigkeit: Deutsch
- Eltern: Ekkehart und Siglinde Rackete
- Geschwister: Mind. eine Schwester
- Größe: Unbekannt
- Haarfarbe: Braun
- Augenfarbe: Braun
- Studium: Nautik und Naturschutzmanagement
- Beruf: Freiberufliche Ökologin und Politikerin
- Beziehung: Unbekannt
- Kinder: Keine
- Aktueller Wohnort: Unbekannt
- Instagram: caro.rackete
- Website: die–linke.de
Carola Racketes Werdegang: Aktivistin, Kapitänin und Politikerin
Aufgewachsen im niedersächsischen Hambühren, absolvierte Carola Rackete 2007 in Celle ihr Abitur. Daraufhin begann Carola Rackete ein Studium der Nautik, das sie mit einem Bachelor abschloss. Im Zuge ihres Studiums, aber auch noch nach ihrem Studium, arbeitete Carola Rackete als nautische Offizierin — unter anderem auf den Forschungsschiffen Polarstern und Meteor. Darauf folgten Kreuzfahrtschiffe und Schiffe von Greenpeace sowie des British Antarctic Survey. Seit 2011 hat Carola Rackete die Antarktik acht Mal besucht.
- 2015—2018: Studium des Naturschutzmanagements, das sie mit einem Master absolvierte.
- 2016: Erstmalig Teilnehmerin einer Sea–Watch Mission. Wenig später steuerte Rackete eine weitere Sea–Watch Mission als Kapitänin.
- Seit 2017 koordiniert sie auch selbst Sea–Watch Rettungsmissionen.
- 2018: Fremdenführerin auf Expeditionskreuzfahrtschiffen.
- Sommer 2019: Carola Rackete wurde kurzfristig als Kapitänin der Sea–Watch 3 eingesetzt.
Bei dieser Mission erhielt Carola Rackete internationale Bekanntheit, da sie libysche Migranten im Mittelmeer aus der Seenot rettete. Vergangenen Sommer wurde Carola Rackete dann, auf den Vorschlag des Parteivorstandes der Linken, auf Platz 2 der Kandidatenliste für die Europawahl 2024 angesetzt. Bei einem Parteitag der Linken wurde im November 2023 daraufhin ihre Kandidatur bestätigt.
Ziele und Motivationen von Carola Rackete:
Carola Rackete hat vor, sich aufgrund der hohen Treibhausgas–Emissionen, für die Neutralisierung der globalen Schäden einzusetzen. Ebenfalls von Wichtigkeit ist für Carola Rackete eine sichere Perspektive für die Menschen, die aufgrund der Klimakrise flüchten müssen. Zudem unterstützt Carola Rackete die Bewegung Extinction Rebellion und ist Gründungsmitglied der Progressiven Internationalen. Ihre politischen Ziele sind:
- Agrarsubventionen der EU aufwenden
- Spekulation mit Ackerflächen und Lebensmitteln beenden
- Sich aktivistisch für Klimagerechtigkeit einsetzen
Persönliche Anliegen: Ehrenämter und berufliche Tätigkeiten
Der Vater Carola Racketes ist Elektroingenieur sowie Oberstleutnant bei der Bundeswehr, Carola Racketes Mutter ist Buchhalterin bei der Christlichen Straffälligenhilfe. Während Carola Rackete mehrere Fremdsprachen spricht, ist von ihrem Privatleben wenig bekannt. Was jedoch bekannt ist, sind ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten:
- 2014: Europäischer Freiwilligendienst im Bystrinsky Naturpark
- 2016—2019: Unterschiedliche Positionen bei Seenotrettungsorganisationen
- 2020: Mitbegründung des Abolish Frontex Netzwerks
- 2015–heute: Verschiedene kurzzeitige ökologische Freiwilligendienste
Seit 2018 veranstaltet Carola Rackete freiberuflich ökologischeKampagnen mit dem Fokus auf Menschenrechten und Naturschutz. Dabei geht es auch um die Antarktis und um Klimagerechtigkeit. Dazu kommen wissenschaftliche Feldarbeit in den Bereichen der Vegetationsökologie und der Erfassung von Großwalpopulationen.
Die Spitzenkanditat*innen der Europawahl 2024:
Die Europawahl 2024 findet in Deutschland am 9. Juni statt. Ein Überblick zu den anderen Spitzenkandidat*innen befindet sich hier: Ursula von der Leyen, Manfred Weber, Katarina Barley, Marie–Agnes Strack–Zimmermann, Maximilian Krah, Terry Reintke, Martin Schirdewan, Fabio De Masi, Thomas Geisel und Christine Singer.
